Daimler gründet Technologie-Zentrum in der Türkei

Die Türkei ist ein beliebter Investitions-Standort für deutsche Unternehmen. So möchte auch der deutsche Daimler-Konzern ein Technologie-Zentrum in Istanbul aufbauen. Das Zentrum soll IT-Lösungen für alle Betriebe des Konzerns entwickeln.

Der Automobil-Hersteller Daimler möchte in Istanbul ein Forschungszentrum errichten. Das Zentrum wird sich mit computergesteuerten Logistik-Systemen befassen. Im Zentrum sollen System-, Anwendungs- und Produktlösungen (SAP) für die weltweiten Betriebe des Daimler-Konzern hergestellt werden.

Es werden insgesamt 13 Millionen Euro in den Bau des Zentrums investiert werden. Zudem sollen 200 IT-Fachkräfte aus der Türkei eingestellt werden. Die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten und talentierten IT-Personal in der Türkei sei ausschlaggebend gewesen für die Investition, zitiert die Zeitung Zaman Online Beta den Präsidenten und CEO von Mercedes-Benz Türk A.S., Istanbul. Aktuell arbeiten weltweit 5.388 Personen in den IT-Abteilungen von Daimler, berichtet die Zeitung weiter.

Ein Sprecher der Daimler AG sagte den DTN:

„Wir haben schon 70 IT-Fachkräfte vor Ort in Istanbul. Nun werden 200 weitere Personen dazu kommen. Die werden wir hauptsächlich aus der Türkei rekrutieren. Aus Deutschland werden vor allem Deutsch-Türken dazu kommen. Zweisprachigkeit ist uns in diesem Bereich sehr wichtig. Deshalb arbeiten wir auch mit der Marmara-Universität zusammen, welche auch deutsche Studiengänge anbietet. Es werden keine Arbeitsplätze von Deutschland in die Türkei verlagert, sondern neu geschaffen. Lohnnebenkosten haben bei dieser Entscheidung nicht die Hauptrolle gespielt. Uns ging es vor allem darum, Personen zu finden, die Fachmänner in der IT-Branche sind. Deshalb ist die Entscheidung auf die Türkei gefallen.“

Die türkische IT-Branche war hinsichtlich ihrer Fusionen und Übernahmen im vergangenen Jahr der zweitgrößte Sektor des Landes nach der Energiesparte (mehr hier).

So sind auch Technologie-Studiengänge bei türkischen Studenten sehr beliebt (mehr hier).

Derzeit studieren schätzungsweise vier Millionen junge Leute fern der eigenen Heimat und geben dafür insgesamt rund 150 Milliarden US-Dollar aus. Bis 2020, so die derzeitigen Prognosen, werde ihre Zahl allerdings kontinuierlich steigen und schließlich die Acht-Millionen-Marke überschreiten (mehr hier).

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