Auf der Suche nach anatolischen Leoparden: Forstamt von Diyarbakir installiert jetzt Kameras

Der Tod des vermeintlich letzten anatolishen Leopoarden hat das Forstamt von Diyarbakir nun dazu veranlasst, dem seltenen Tier intensiver nachzugehen. Ein Teams der Direktion soll mit der Einrichtung von zwanzig Fotofallen beginnen. So soll die Existenz der Raubkatzen weiter erforscht werden.

Die Existenz von Leoparden in der südöstlichen Region der Türkei wird jetzt vom hiesigen Forstamt näher untersucht. Antstoß für die Forschung war der Vorfall Anfang November, bei dem ein Schäfer eines der seltenen Tiere erschossen hatte.

Um den scheuen Tieren möglichst nah zu kommen, will das Forstamt zwanzig Fotofallen aufstellen. Die Kameras sind eine bewährte Methode, wenn es um die Erfassung von Wildtieren geht, ohne dass der Menschen den Tieren zu nahe kommt. Auch in der Türkei werden sie bereits für diese Zwecke eingesetzt (mehr hier). Aktiviert werden die Kameras durch einen eingebauten Bewegungs- oder Infrarot-Sensor. Eingerichtet werden sollen die Geräte in den Provinzen Diyarbakir, Siirt und Sirnak. Das berichtet das Portal Worldbulletin.

Neben der sanften Erforschung via Kameras setzen die türkischen Tierschützer aber auch auf Aufklärung, um tödliche Vorfälle künftig zu vermeiden. So wurden bereits Aufklärungskampagnen für Bürger und insbesondere die Schäfer in diesen Gebieten gestartet. Zunächst mit Broschüren und Plakaten soll die Bevölkerung für die seltenen Tiere sensibilisiert werden. Und das ist auch dringend notwendig: Noch immer haben die Menschen in diesen Regionen Angst vor den Leoparden. Wenn sie einem solchen Tier begegneten, würden sie sich automatisch verteidigen, so die Tierschützer (mehr hier).

Der Einsatz von Kamerafallen hat die Wildtierforschung in den vergangenen Jahrzehnten revolutioniert. Mit Hilfe der gut versteckten Geräte gelang es, bislang unbekannte Verhaltensweisen bekannter Tiere gut und vor allem störungsfrei zu dokumentieren. Daneben gelangen von Zeit zu Zeit auch Bilder von Spezies, die die Wissenschaft längst für ausgestorben hielt.

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