PKK sabotiert Friedensprozess zwischen Kurden und Türken

Die PKK hat eine Großbaustelle in Südost-Anatolien angegriffen. Offenbar möchten sie den Friedensprozess stören. Denn es ging bei dem Angriff um die Verhinderung des Baus einer Straße. Die kurdischen Bauarbeiter sind entsetzt.

Offenbar hat die Terrororganisation PKK kein Interesse am Friedensprozess in der Türkei. Am Montagabend haben 15 PKK-Kämpfer im Südosten der Türkei eine Groß-Baustelle überfallen.

Sieben LKWs, ein Bulldozer, ein Baukran und ein Benzintanker wurden zerstört. Die Bauarbeiter mussten sich den Vorgang tatenlos ansehen. Doch getötet wurden sie nicht, berichtet TRT Haber.

„Das ist die Reaktion derjenigen, die mit dem Treffen zwischen Premier Erdoğan und Barzani unzufrieden sind (…) Einige der zerstörten Geräte waren nur ausgeliehen“, zitiert die Zeitung Türkiye den Inhaber der Baufirma, Ali Bilgin.

Ein anonymer Bauarbeiter sagte der Zeitung Türkiye, dass sie die PKK-Kämpfer mit Argumenten abhalten wollten. Doch die waren entschlossen, die Baustelle komplett lahm zu legen. „Wir sind hier alles Kurden und arbeiten für unser Geld. Das ist einfach nur ungerecht, was die hier veranstaltet haben“, so der Bauarbeiter. Die Arbeiter waren dabei, eine neue Straße zwischen den Städten Van und Şırnak zu bauen.

Premierminister Recep Tayyip Erdoğan hat am vergangenen Samstag in der südost-türkischen Stadt Diyarbakır den Präsidenten der Autonomen Region Kurdistan (KRG), Masud Barzani, empfangen. Beide Politiker hielten vor Tausenden von Kurden Reden. Sie bekräftigten die enge Zusammenarbeit zwischen dem Nordirak und der Türkei.

Erdoğan sagte, dass Kurden und Türken eine Schicksalsgemeinschaft bis in den Tod gebildet haben (mehr hier).

Mit diesem Anspruch Erdoğans sind offenbar nicht alle Kurden einverstanden.

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