Norwegischer Energie-Riese investiert in türkische Wasserkraftwerke

In der Türkei läuft aktuell ein Privatisierungs-Boom, von dem auch der Energiesektor betroffen ist. Der norwegische Energie-Konzern Statkraft möchte davon profitieren. In den kommenden Jahren sollen zahlreiche Wasserkraftwerke übernommen werden.

Für das norwegische Energieunternehmen Statkraft ist die Türkei ein wichtiger Investitions-Standort.

Bisher hat der Konzern Investitionen in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar in das Land fließen lassen. Es wurden Wasserkraftwerke in den Städten Siirt und Amasya erbaut, berichtet Ekonomik Ayrıntı. Der Betrieb der beiden Kraftwerke liegt ebenfalls in den Händen von Statkraft.

Statkraft-Vizepräsident Oistein Andresen sagt, dass die Türkei eines der wichtigsten Expansionsmärkte sei. „Statkraft beabsichtigt mehr in das Land zu investieren und beobachtet die Privatisierung von staatlichen Wasserkraftwerken sehr genau“, zitiert Balkans.com Andresen. Er erwarte einen Privatisierungs-Schub in den kommenden Jahren.

Nach der Privatisierung des türkischen Stromnetzes sollen demnächst auch 64 Prozent des staatlich produzierten Energieanteils an private Investoren verkauft werden. Allein in diesem Jahr wurden bereits staatliche Unternehmen im Wert von 13 Milliarden Dollar privatisiert (mehr hier). Die Norweger haben den Privatisierungs-Boom des Landes erkannt und möchte davon profitieren (mehr hier). Aktuell gibt es in der Türkei insgesamt 187 Wasserkraftwerke, berichtet Emlak Haberleri.

Statkraft ist nach eigenen Angaben der europaweit größte Erzeuger erneuerbarer Energien. Der Konzern baut und betreibt Wasser- Wind- Gas- und Fernwärme-Kraftwerke.

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