Schweiz: „Radikale Islamisten rufen zum Heiligen Krieg auf“

Auch in der Schweiz gibt es Salafisten. Sie sollen nach Angaben eines Journalisten offen zum „Heiligen Krieg“ aufrufen. Insbesondere der Islamische Zentralrat Schweiz sei gefährlich. Der werde von Saudi Arabien finanziert.

In der Schweiz rufen offenbar radikale Salafisten zum „Heiligen Krieg“ auf.

Der Vorreiter dieses Gedankenguts ist der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS). Das jedenfalls schreibt Daniel Wahl in einem Artikel der Basler Zeitung.

Wahl wirft der Basler Religionsbeauftragten Lilo Roost Vischer vor, sie würde untätig bleiben. Des Weiteren schaue Regierungs-Präsident Guy Morin ebenfalls weg. Doch die Religionsbeauftragte führt lediglich die Aufträge des Regierungs-Präsidenten aus. Das sagt Morin in einem Interview mit der Basler Zeitung.

Ein genauer Blick auf den IZRS gibt uns Aufschluss über den Geist und die Ziele dieser Organisation. Der Name des Vereins mit Sitz in Bern erscheint zunächst unpolitisch. Doch offenbar stecken hinter der Organisation Finanziers aus Saudi Arabien. Diese fördern weltweit die radikalste Form des Islam, den Wahabismus oder auch Salafismus.

Gelder aus Saudi Arabien

„Indizien haben sich verdichtet, dass ausländische Gelder existieren“, zitiert der Tagesanzeiger den Schweizer Nachrichtendienst des Bundes (NDB). Doch ein Prüfungsverfahren gegen den IZRS wurde im Mai 2011 eingestellt, berichtet derStandard.at. Der Vorwurf konnte vom NDB nicht geklärt werden.

Aufsehen erregte der IZRS aufgrund einer Einladung des Salafisten-Predigers Pierre Vogel auf ein islamisches Bildungs-Seminar, berichtet das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Der Hang zum Radikalismus des IZRS ist deutlich zu erkennen. Doch Terroranschläge oder gewaltsame Aktionen sind von der Organisationen in der Schweiz noch nicht durchgeführt worden.

Konvertiten führen den IZRS

Die Organisation wird hauptsächlich von Konvertiten geleitet. Ihr Präsident ist Nicolas Blancho. Auch Frauen sind eingebunden. So ist beispielsweise die Konvertitin Melanie Muhaxheri verantwortlich für den Bereich Religionsunterricht. Nora Illi ist Beauftragte für Frauenangelegenheiten. Ihr Mann Patric Jerome Illi ist PR-Verantwortliche.

Auch der Schweizer Offizier Gibril Muhammad Zwicker befindet sich in einer IZRS-Führungsposition. Er ist Eventmanagement-Verantwortlicher. Doch der wird in der Schweizer Armee als Sicherheits-Risiko eingestuft.

Dafür zeigt er kein Verständnis. „Hören Sie, ich weiss bis heute nicht, welche Gefahr von mir ausgeht. Man sagt zwar, ich habe Gefahrenpotenzial. Aber ich hatte noch nie eine Schlägerei, war noch nie in U-Haft“, sagt er in einem Interview mit Blick.ch.

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