Zwangsschließung: Bank von Putin-Cousin unter Geldwäsche-Verdacht

Eine Polizei-Razzia im Moskauer Hauptsitz der Master-Bank lässt die Finanz-Welt aufschrecken. Ihr wird Geldwäsche vorgeworfen. Im aktuellen Jahr wurden bisher 23 Banken zwangsweise geschlossen. Der Kreml versucht auf diese Weise, den Kapitalabfluss aus Russland zu unterbinden.

Die russische Master-Bank ist am Mittwoch auf Anweisung der Notenbank in Moskau geschlossen worden. Die Bank-Lizenz wurde ihr entzogen. Sie steht unter Geldwäsche-Verdacht und soll illegale Finanztransaktionen abgewickelt haben.

Die Bank soll gegen das Gesetz  gegen Geldwäsche und Finanzierung von Terrorismus verstoßen haben. Im Verwaltungsrat der Master-Bank sitzt Igor Putin, ein Cousin von Präsident Wladimir Putin, berichtet AFP.

Razzien und Festnahmen

Etwa 1000 Geldautomaten des Geldinstituts wurden landesweit gesperrt, berichtet RT.

Schon 2012 geriet die Master-Bank unter Geldwäsche-Verdacht. Der ehemalige Vize-Präsident der Bank, Yewgeny Rogachew wurde damals festgenommen, berichtet Moscow Times.

Der Kreml verhindert den Kapitalabfluss

Im aktuellen Jahr wurden bisher 23 Banken geschlossen. Putin möchte mit diesen Aktionen den Kapitalabfluss aus Russland verhindern.

Der betrug im vergangenen Jahr 56,8 Milliarden US-Dollar, berichtet RIA Novosti.

Die Kapitalabwanderungs-Erwartung für das aktuelle Jahr steht auch schon fest. Ein Resultat unter 50 Milliarden wäre „ein gutes Resultat“, zitiert RIA Novosti den russischen Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew. Damit nimmt Uljukajew eine Korrektur vor. Denn bisher lagen die Erwartungen bei 30 Milliarden US-Dollar.

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