Nach dem Irrflug: Dreamlifter hebt endlich wieder ab

Glückliches Ende eines irren Missverständnisses. Der gestrandete Dreamlifter konnte vom Colonel James Jabara Airport in Kansas starten. Eigentlich wollten die Piloten zur nahen Luftwaffenbasis. Doch falsch gelandet, saß Boeings Megafrachter erst einmal fest. Denn eigentlich ist die Startbahn für ihn viel zu kurz.

Das Aufatmen auf dem Provinzflughafen in Kansas dürfte riesig gewesen sein, als das Frachtflugzeug vom Typ Boeing Dreamlifter endlich in den Himmel abhob. In der Nacht zum Donnerstag verirrte sich der Riese auf dem Weg zur McConnel Air Force Base. Mit fatalen Folgen. Zunächst war nämlich nicht klar, ob das gegen 21.20 Uhr (Ortszeit) gelandete größte Flugzeug der Welt überhaupt wieder starten könne.

Eigentlich sind die Anforderungen für den Giganten eindeutig: Ganze 2,8 Kilometer lang muss eine Startbahn sein, damit der Vogel sicher abhebt. Doch auf dem versehentlich angesteuerten Airport in der Nähe der Stadt Wichita herrschen ganz andere Bedingungen. 1,9 Kilometer – mehr gibt es hier nicht. Nicht wenige befürchteten das Schlimmste. Sitzt der Flieger etwa dauerhaft auf dem Colonel James Jabara Airport fest?

Gott sei Dank nicht. Die von der Fluggesellschaft Atlas Air betriebene Maschine, die übrigens eine Landeerlaubnis für den 15 Kilometer entfernten Luftwaffenstützpunkt hatte, konnte starten. Die Boeing 747 Dreamlifter soll mittlerweile an ihrem eigentlichen Zielort angekommen sein, berichtet die Daily Mail. Die zuständigen Luftfahrtexperten arbeiteten offenbar fieberhaft daran, einen Weg zu finden, die riesige Maschine auf der Landebahn zu drehen und wieder in die Luft zu bekommen. Ganze 800 Meter fehlten für einen sicheren Start. Am Donnerstagabend war es dann soweit, der Vogel hob endlich ab.

Aus Sicherheitsgründen sollen ein nahegelegener Highway und zahlreiche Bundesstraßen während der gesamten Aktion geschlossen worden sein. Letztendlich soll der Start unter dem Jubel einiger Zuschauer ohne Zwischenfälle vollzogen worden sein. 15 Minuten später sei die Maschien dann auf dem richtigen Flughafen gelandet. Das Gespött ihrer Zunft dürfte den beiden Piloten dennoch sicher sein.

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