Einheit in Europa: Stimmungsmache gegen Bulgaren und Rumänen ist gefährlich

Der SPD-Politiker Miguel Vicente ist Migrations-Beauftragter in Rheinland-Pfalz und gehört zu den Verfechtern der europäischen Idee. Deshalb kritisiert er, dass Bulgaren und Rumänen in Deutschland im Gegensatz zu Spaniern keine Sympathien genießen. Zudem gebe es eine Ungleichbehandlung von Deutsch-Türken.

Miguel Vicente ist Beauftragter der Landesregierung für Migration und Integration in Rheinland-Pfalz. Seine Eltern sind Gastarbeiter aus Spanien. Er ist seit Jahren SPD-Mitglied und hält die aktuelle Debatte um die EU-Freizügigkeit für problematisch.

Insbesondere die Stimmungsmache gegen Rumänen und Bulgaren in Deutschland hält er für gefährlich für die Einheit Europas. „Bulgaren haben als EU-Bürger dieselben Rechte wie Spanier. Aber irgendwie ist der Spanier hier ja beliebter als der Bulgare oder Rumäne“, sagte Vicente auf der Podiumsdiskussion „Quo Vadis Migration?“ im Jüdischen Museum Berlin. Doch sowohl der Spanier als auch der Bulgare kommen nach Deutschland, um ein besseres Leben zu haben.

In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Roma in Westeuropa von Diskriminierung betroffen. Die deutschen Medien spielen an dieser Stelle eine besonders große Rolle. Dazu gehören auch die mit Steuergeldern überfinanzierten Fernsehsender ARD und ZDF.

SPD-Politiker Vicente hat sich auch zum Thema der doppelten Staatsbürgerschaft geäußert. Im Rahmen der Doppelpass-Diskussion sieht Vicente eine Ungleichbehandlung von Deutsch-Türken. „Das Problem ist, dass wir Türken anders behandeln als andere Menschen“, so Vicente. Dieses Problem dürfe nicht mehr ideologisch, sondern pragmatisch angegangen werden.

In der SPD sei der Doppelpass ein Top-Thema. Das sei nicht immer so gewesen.

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