Koalitions-Verhandlungen: CDU schließt „generelle“ doppelte Staatsbürgerschaft aus

Die Haltung der CDU in der Frage zur doppelten Staatsbürgerschaft ist nicht eindeutig. In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Aussagen von führenden Christdemokraten, die sich eine Lockerung des Staatsbürgerschaftrechts vorstellen könnten. Doch eine umfassende Liberalisierung des Doppelpasses wird abgelehnt.

Die CDU schließt eine „generelle“ doppelte Staatsbürgerschaft für Menschen aus Drittstaaten aus. Auch im Rahmen der Koalitionsverhandlungen möchten Christdemokraten keine Kompromisse eingehen.

Doch vereinzelte Ausnahmeregelungen könne sich die CDU bei jungen Menschen vorstellen, die in Deutschland geboren und aufgewachsen seien, berichtet die Augsburger Allgemeine.

„Denkbar sind Erleichterungen für junge Erwachsene aus Zuwandererfamilien, die hier geboren und aufgewachsen sind. Hier könnte ich mir vorstellen, dass wir Mehrstaatlichkeit noch häufiger akzeptieren“, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe der Bild am Sonntag.

Wie die Regelung genau aussehen könnte, bleibt offen. Die Sozialdemokraten wollen offenbar nicht ablassen von einer klaren Neuregelung für die doppelte Staatsbürgerschaft. Auch beim Mindestlohn ist von der SPD kein Nachgeben zu erwarten. Die Parteispitze versucht diesmal einzuhalten, was sie vor den Wahlen versprochen hat (mehr hier).

Das jedenfalls ist der aktuelle Eindruck.

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