US-Neokonservative sehen in Putin einen Feind

Russlands Präsident Wladimir Putin ist im Westen unbeliebt. Doch eine ganz besondere Art der Abneigung ruft er bei den US-Neokonservativen hervor. Die sind der Ansicht, dass die US-Regierung den Russen nicht trauen dürfe. Der Kreml sei anti-amerikanisch. Deshalb müsse Obama jegliche Kooperation mit Putin aufkündigen.

Die Neokonservativen in den USA sind keine Freunde des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das bringen sie immer wieder zum Ausdruck. Jene Gegner des Kremls werden in Amerika auch „Neocons“ genannt.

In der Außenpolitik sind sie Verfechter von aktiven militärischen Einsätzen auf dem gesamtem Globus. Amerika habe die Aufgabe, im Alleingang die Welt zu verändern. Seine nationalen Interessen stehen für die „Neocons“ im Vordergrund.

Während zu Zeiten des Kalten Kriegs der Kommunismus als Feind eingestuft wurde, gilt es heute den Islam als politische Ideologie einzudämmen. Ein Unterschied zwischen dem Islam als Religion und dem Islamismus wird von den „Neocons“ oftmals nicht vorgenommen. In der Bush-Ära waren die „Neocons“ innerhalb der US-Regierung gut vertreten.

Ihre anti-russischen Ansichten bringen sie stetig zum Ausdruck. So schreibt der Russland-Analyst David Satter in einem WSJ-Artikel, dass Russland schlichtweg amerikafeindlich sei.

Die USA seien in drei wichtigen Fragen auf Russland angewiesen: Verständnis in Verteidigungs-Fragen, Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus und Hilfe bei der Eindämmung der Bestrebungen von Schurkenstaaten. In allen Fragen sei das „Putin-Regime ein unerbittliches Hemmnis“, schreibt Satter.

Das habe die Obama-Regierung im Zuge der Bombenanschläge von Boston, der Syrien-Krise, der Iran-Frage und der Stationierung des Raketenabwehr-Schirms in Polen und Tschechien beobachten können, schreibt Satter weiter. Wladimir Putin habe niemals einen „guten Willen“ gegenüber den USA gezeigt.

Die „Neocons“ gelten auch als Gegner der Obama-Regierung. So sorgte ein Moskau-Besuch der US-Präsidenten im Jahr 2009 für großes Entsetzen unter den Neokonservativen. Obama einigte sich mit Putin auf eine „gemeinsame Auffassung der Frage nach weiteren Reduzierungen und Begrenzungen der strategischen Offensivwaffen“, berichtet RIA Novosti. Bei dem Abkommen ging es um die Begrenzung von Atomwaffen. Die auf eine russisch-amerikanische Kooperation angelegte Außenpolitik Obamas ist den Neokonservativen ein Dorn im Auge.

Doch sie werden nicht davon ablassen, die Politik der Obama-Regierung zu sabotieren. Ihr Einfluss in Washington ist nachhaltig. Der Reuters-Journalist Jacob Heilbrunn schreibt in einem Artikel, dass die Neokonservativen längst ein Teil der politischen Klasse in Washington D.C. seien.

So schnell wird sie offenbar niemand loswerden können.

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