Nach Atomvereinbarung: Türkei-Nachbarland Iran bringt neue Geschäftsmöglichkeiten

Die Türkei legt große Hoffnungen in das Atomabkommen mit dem Iran. Denn das könnte zum Ansteigen des Handels mit dem Iran führen. Das Handelsbilanz-Defizit des Landes ist nach wie vor ein großes Problem.

Das internationale Atomabkommen mit dem Iran könnte die Region nachhaltig stabiler werden lassen. Auch die Türkei setzt ihre Hoffnungen in das Abkommen. Denn nun verspricht sich Ankara einen Aufschwung beim Handel mit dem Iran.

Nach Aussagen des türkischen Wirtschaftsministers Zafer Çağlayan hat die Exportwirtschaft im vergangenen Jahr Einbußen in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Das Embargo gegen den Iran hat die türkische Wirtschaft offenbar schwer getroffen. „Das Handelsdefizit mit dem Iran betrug in den ersten neun Monaten des aktuellen Jahres insgesamt 4,6 Milliarden US-Dollar“, zitiert die Nachrichten-Agentur Ihlas den Minister.

Die Türkei sei zuversichtlich, dass es mit dem bilateralen Handel wieder aufwärts gehen könnte. Doch das Abkommen mit dem Iran gelte zunächst nur für die kommenden sechs Monate. Unklar sei, ob der Iran das Abkommen anschließend weiter tragen werde, so Çağlayan.

Sollte es zu einem Aufschwung beim Handel zwischen beiden Ländern kommen, würden sich auch die Goldexporte der Türkei wieder erhöhen. In den vergangenen Monaten hatte es einen Rückgang bei den türkischen Goldexporten gegeben. Der Rückgang bei den Goldexporten stand offenbar im Zusammenhang mit den Iran-Sanktionen. Iranischen Banken wurden im vergangenen Jahr die Nutzung des SWIFT-Systems untersagt. Somit wurde im Vorfeld der elektronische Zahlungsverkehr komplett gestoppt. Es konnte weder Geld ins In- noch ins Ausland fließen.

Die Türkei kaufte fortan iranisches Erdgas mit Gold auf. Gold wurde die wichtigste Handelswährung für Abnehmer von iranischen Energieprodukten. Doch am 1. Juli haben die USA jegliche Goldlieferungen an den Iran verboten. Somit fiel auch der Erdgashandel mit Gold als Zahlungsmittel weg (mehr hier).

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