Rekordauktion: Teuerstes Buch der Welt wechselt für 14 Millionen Dollar den Besitzer

Noch nie wurde ein gedrucktes Buch so teuer verkauft. Der Investmentbanker und Milliardär David Rubenstein hat am Dienstag gut 14 Millionen Dollar für das historische „The Bay Psalm Book“ bezahlt. Von seiner Investition soll künftig auch die Öffentlichkeit etwas haben.

Es ist das erste Buch, das auf dem Gebiet der heutigen USA gedruckt wurde. Jetzt wurde das 1640 im Gebiet der Massachusetts-Bucht entstandene „The Bay Psalm Book“ für eine Rekordsumme verkauft. 14,165 Millionen Dollar war dem Gründer des Private-Equity-Unternehmens Carlyle Group, David Rubenstein, das von puritanischen Siedlern angefertigte Stück wert.

Das auf den ersten Blick so unscheinbar wirkende Büchlein wanderte am Dienstag bei einer Sotheby’s Auktion binnen weniger Minuten über die Ladentheke. Nun gilt es als das teuerste gedruckte Buch aller Zeiten. Das berichtet The Standard. Bisher galt John James Audubons „Birds of America“ mit 11,5 Millionen Dollar im Jahr 2010 als höchster Verkaufspreis der Welt. Unübertroffen bleibt jedoch Leonardo da Vincis „Codex Leicester“. Für die 72 handgeschriebenen Seiten blätterte Microsoft-Gründer Bill Gates bereits 1994 stolze 30,8 Millionen Dollar hin.

Eröffnet worden sei die Auktion mit einem Startgebot von sechs Millionen Dollar. Der Hammer sei schließlich bei 12,5 Millionen gefallen. Zuzüglich aller Gebühren ergibt sich so die unglaubliche Summe von 14,165 Millionen Dollar. Rubenstein bot von Australien aus am Telefon mit. Im Vorfeld war der Wert der Ausgabe auf 15 bis 30 Millionen Dollar geschätzt worden.

Kirche deckt mit Verkauf Sanierungskosten

Nur elf der einst 1700 Exemplare sind bis heute erhalten geblieben. Nur zwei davon wurden in den vergangenen 100 Jahren verkauft. Das fragliche Exemplar stammt von der Old South Church in Boston. Diese war zum Verkauf gezwungen, um die Kosten für die Sanierung von Kirchenebäuden bestreiten zu können. Das berichtet die Deutsche Welle.

Die englische Übersetzung des hebräischen „Buches der Psalmen“ aus dem Alten Testament will der US-amerikanische Philantroph allerdings nicht für sich allein. Er sagte zu, das handgebundene Buch mit der Öffentlichkeit teilen und zum Beispiel Museen zur Verfügung stellen zu wollen.

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