Thanksgiving in den USA: Türkisches Kulturzentrum speist Bedürftige

Am traditionellen Thanksgiving-Fest in den USA hat sich auch die türkische Community beteiligt. Auf Staten Island kamen Dutzende von Freiwilligen und Non-Profit-Organisationen zusammen, um Bedürftigen eine warme Mahlzeit zu spendieren. Ein Brauch, der neben der Zusammenkunft der Familien, fester Bestandteil des Feiertags ist.

Die türkische Community von Staten Island hat am Mittwoch im Rahmen von Thanksgiving rund 100 Bedürftige mit Essen versorgt. Auch andernorts brachten sie sich zum Festtag ein. Zwar sind Muslime in den Vereinigten Staaten insgesamt besser integriert, als in Europa. Nichtsdestotrotz gelten sie dort als die unbeliebteste Minderheit.

Ausgerichtet wurde das Dinner für Bedürftige in den Räumlichkeiten der Heilsarmee. Das Essen, das in ihrem Stapleton Corps Hauptquartiert in der Broad Street gereicht wurde, wurde vom türkischen Kulturzentrum von Staten Island gespendet. Freiwillige aus der Gemeinde bereiteten die Mahlzeiten zu und servierten diese dann auch. Mehr als 100 Teller wurden ausgegeben. Das berichtet silive.com. Auch in Houston engagierte sich die türkische Gemeinde zum wichtigsten Familienfest der amerikanischen Gesellschaft im Jahreskreis. Rund 300 Gäste erfreuten sich hier bereits in der vergangenen Woche an gutem Essen und traditioneller türkischer Musik, so die Raindrop Foundation.

Zum Thanksgiving-Fest öffneten die Wohltätigkeitsorganisationen landesweit ihre Türen. „Es gibt für uns keinen Grund, dass jemand Thanksgiving allein verbringen muss“, so das einhellige Credo.

70 Prozent der Muslime sind US-Staatsbürger

Der amerikanische „Council on Foreign Relations“ (Rat für auswärtige Beziehungen) ist der Ansicht, dass US-Muslime gesellschaftlich weitaus integrierter seien, als EU-Muslime. Zwar gebe es – wie in Europa – aktuelle negative Diskussionen über den Islam und die Muslime, doch das sei ein vorübergehender Prozess. Die Diskussion werde im Laufe der Zeit abnehmen. US-Muslime machen nur zwei Prozent der Bevölkerung aus und sind durchschnittlich gebildeter und wohlhabender, als europäische Muslime. 60 Prozent von ihnen haben einen Migrationshintergrund und 70 Prozent sind US-Staatsbürger. Aber: Unter ihnen gebe es „große“ Unterschiede. Weiße und asiatische Muslime haben nahezu keinen Kontakt zu afro-amerikanischen Muslimen. Deshalb sei es schwer, von einer einzigen „muslimischen Community“ zu sprechen (mehr hier).

Dennoch warnte das Arab American Institute bereits im Sommer 2012, dass Muslime in den USA im Vergleich zu anderen Gruppierungen den größten Vorurteilen durch ihre Mitbürger ausgesetzt seien. Das ging aus einer aktuellen Umfrage hervor. Diese fand heraus, dass Muslime die einzige Gruppierung innerhalb der Befragung waren, die ausschließlich negativ eingeschätzt wurde. Das bestägigen auch die zuständigen Wissenschaftler. Jeder fünfte Amerikaner würde diese Communities nicht einmal kennen oder hätte keine eindeutige Haltung zu ihnen. Besonders ausgeprägt scheint die negative Haltung gegenüber Muslimen, aber auch anderen Gruppen, unter Republikanern und älteren Menschen (mehr hier).

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