Syrien: Al-Qaida erklärt „Bäumen“ den Krieg

Mitglieder der Terror-Organisation Al Qaida haben in Syrien einen alten Eichbaum gefällt. Auslöser der Aktion war die Ansicht, dass die Menschen zu dem Baum beten würden. Das sei Gotteslästerung.

In Syrien drehen die selbst ernannten „Gotteskrieger“ der Terror-Organisation Al-Qaida offenbar komplett durch.

Im Ortsteil Atme haben Al-Qaida Mitglieder einen 150 Jahre alten Eichbaum gefällt, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Der Baum galt bei Muslime und Christen als Wunschbaum. Die Menschen pilgerten zu dem Baum, um unter ihm zu Gott zu beten. Dieser Akt ist ein alter Brauch in der Region.

„Gott sei Dank! Der 150 Jahre alte Baum wurde gefällt. Die Menschen haben zu dem Baum anstatt zu Gott gebetet“, zitiert die Hürriyet eine Twitter-Nachricht eines Terror-Mitglieds.

Al-Qaida-nahe Kampfverbände wüten schon seit Jahren in Syrien und gewinnen die Oberhand. Zu ihren Opfern gehören sowohl Muslime als auch Christen. Syrische Christen und Muslime sind kulturell enger verflochten, als es der europäischen Öffentlichkeit bisher vermittelt wurde.

Die Berichterstattung über den Syrien-Konflikt liefert nur ein sehr lückenhaftes Bild von der alltäglichen Realität der Syrer. So gibt es Christen, die Moscheen verteidigen und Muslime, die gemeinsam mit Christen in Kirchen beten. Auch das ist der Öffentlichkeit nicht bekannt (mehr hier).

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