Gefahr durch C-Waffen: Türkische Polizei erhält spezielles Training

Die türkische Polizei soll damit begonnen haben, Offiziere für den Fall chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Bedrohungen (CBRN) zu trainieren. Diese sollen operative Teams im ganzen Land zusammenstellen, die im Notfall zum Einsatz kommen.

Die türkischen Behörden rüsten sich für den Fall chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Bedrohungen (CBRN). Landesweit sollen Notfallteams entstehen, die im Ernstfall die richtigen Maßnahmen ergreifen können.

Schon im Mai dieses Jahres wurden einige Institutionen verpflichtet, ein entsprechendes Regelwerk zu gestalten. Zu ihnen zählte auch die türkische Polizei. Deren Direktive trat nun am 3. September in Kraft. Zugrunde lag dieser Arbeit eine Verordnung des türkischen Katastrophenschutzministeriums (AFAD).

Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, sei aus dem Kader der Kriminalpolizei ein Team aus Fachleuten der Physik, Chemie und Biologie gebildet worden. In drei Phasen sollen diese Experten nun „Bewusstsein, Notfallmaßnahmen bei Krisen und CBRN-Know-how“ vermitteln. Die ausgebildeten Polizisten sollen dann in der Lage sein, Sicherheitschecks durchzuführen, die Umweltsicherheit zu unterstützen und den Verkehrsfluss rund um den Notfall-Bereich regulieren zu können.

Solche Teams sollen demnach in 81 Provinzen der Türkei eingesetzt werden. Gefragt seien sie jedoch nicht nur im Angriffsfall, sondern bei jeder Art von Bedrohung, etwa im Falle einer nuklearen (mehr hier) oder einer Umweltkatastrophe.

Bereits Anfang des Jahres gab es Meldungen, wonach die bundespolizeiliche Ermittlungsbehörde des US-Justizministeriums (FBI) angeblich türkische Sicherheitskräfte für einen Angriff mit syrischen Chemiewaffen trainiert haben soll. Wie die türkische Zeitung Sabah im Januar erfahren haben will, sollen sechs FBI-Agenten sowie Experten auf dem Gebiet der Massenvernichtungswaffen 80 hochrangigen Mitgliedern der türkischen Polizei und des türkischen Militärs über Wochen Unterweisungen über die Gefahren von chemischen Waffen und deren Auswirkungen gegeben haben. Stattgefunden habe das Ganze demnach in der Sicherheitsdirektion der türkischen Streitkräfte, auf dem Stützpunkt Gölbaşı (mehr hier).

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