Rentier „helal“: Jetzt wollen die Norweger muslimische Gaumen begeistern

Die Palette an „helal“-Produkten wurde jetzt durch eine Neuerung aus Skandinavien erweitert. Im fernen Norwegen gibt es nun einen Anbieter von entsprechendem Rentierfleisch. Die nordische Delikatesse soll ihren Weg mittlerweile bis nach Dubai gefunden haben.

Strenggläubige Muslime können ihre kulinarischen Erfahrungen künftig erweitern. Erstmals wird für sie entsprechendes Rentierfleisch angeboten. Möglich wurde dies, weil einem Schlachthof in Norwegen die Schlachtung von Rentieren nach Halal-Fleisch-Standards gestattet wurde.

Besitzer des Vilteksperten Schlachthofes ist Harry Dyrstad. Bisher sollen unter seiner Ägide an rund 100 Rentieren die zertifizierte Halal-Schlachtung vorgenommen worden sein. Das Fleisch wurde im Anschluss sogar bis nach Dubai verschickt, berichtet Worlbulletin. Demnach hatte der Islamische Rat von Norwegen nach einer Visite der Einrichtung die Zustimmung erteilt. Vor allem Muslime in Norwegen haben nun die Möglichkeit, das im Land äußerst beliebte Fleisch zu verzehren.

„Es wird spannend werden zu sehen, wie das Rentier bei den Muslimen in Norwegen ankommt. Dies ist ein völlig neues Helal-Produkt, zudem Muslime bislang keinen Zugang hatten. Mir wurde gesagt, dass dies ein sehr gutes Fleisch ist, aber ich habe es nie selbst probiert“, zitiert das Blatt Adressa Mehtab Afsar, Generalsekretär des Islamrats von Norwegen.

Das „helal“-Fleisch wird getrennt von den übrigen Metzgerei-Produkten aufbewahrt und entsprechend gekennzeichnet. Zu keiner Zeit kommt es in Kontakt mit anderem Fleisch. Überdies müssen sämtliche norwegischen Tierschutzbestimmungen penibel eingehalten werden. Das Pilotprojekt läuft mittlerweile seit einem Jahr.

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