Eklat in Ankara: EU-Politiker aus Zypern beleidigt türkischen Minister

Die Beziehungen zwischen Ankara und Brüssel stehen erneut vor einer Zerreißprobe. Bei einem EU-Türkei-Treffen in Ankara hat ein EU-Parlamentarier aus Brüssel den Europaminister Egemen Bağış einen „unnützen kleinen Geschäftsmann“ genannt.

Bei einem Ankara-Treffen zwischen EU-Politikern und türkischen Regierungs-Vertretern hat der EU-Parlamentarier Takis Hadjigeorgiou den türkischen Europa-Minister Egemen Bağış als „unnützen kleinen Geschäftsmann“ bezeichnet. Das Treffen fand am Donnerstag statt.

Hadjigeorgiou sitzt für Zypern im EU-Parlament. Europaminister Bağış zeigte der Beschimpfung des Zyprioten keine große Beachtung. Hadjigeorgious Worte seien schlichtweg inhaltslos, zitiert die Hürriyet Bağış. Zuvor hatte Bağış die Regierung Zyperns als „stures Maultier“ bezeichnet.

Der EU-Beitritt der Türkei steht ohnehin unter keinem guten Stern. Mitte November hatte sich die türkische Regierungspartei AKP der Allianz der Europäischen Konservativen und Reformisten (AECR) im EU-Parlament angeschlossen.

Mit dem Eintritt in die AECR erhofft sich die Türkei Fortschritte bei den EU-Beitrittsverhandlungen. Denn David Cameron gehört zu den größten Unterstützern eines türkischen EU-Beitritts (mehr hier).

Doch dieser Schritt Ankaras wird auch als Affront gegen Deutschland angesehen. Erdoğan wirft Deutschland und Frankreich eine „Hinhaltetaktik“ vor. Berlin gilt als Gegner eines türkischen EU-Beitritts.

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