Türkei und Deutschland: Erdoğan und Merkel passen nicht zusammen

Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei standen noch nie unter einem guten Stern. Doch Erdoğan und Merkel haben eine besondere Abneigung gegeneinander. Ein EU-Beitritt der Türkei ist auch nicht mehr absehbar. Doch Ankara hat offenbar ohnehin kein Interesse mehr. Erdoğan hat sich sogar den Euroskeptikern innerhalb der EU angeschlossen.

Der türkische Premier Erdoğan und Bundeskanzlerin Merkel haben bisher in keinem Bereich eine gemeinsame Sprache finden können. Das jedenfalls ist die Ansicht des Huffington Post-Journalisten Petr Bystron.

In einem Artikel schreibt er, dass Ankara nun eigene Wege geht und auch kein wirkliches Interesse mehr an einer EU-Vollmitgliedschaft zeige. Für diesen Kurs seien klare Anzeichen zu beobachten.

Bystrom schreibt:

„Erdogans AKP ist aus dem Verbund Europäischer Volksparteien (EVP) ausgetreten. Damit kehrt die konservativ-islamische Regierungspartei von Premierminister Tayyip Erdogan auch offiziell den pseudo-konservativen Parteien Europas wie der CDU, den Rücken zu.“

Er gilt nun als Verbündeter der Euroskeptiker (mehr hier).

Dieser Schritt der Türkei gleiche einer „Ohrfeige an alle Befürworter der EU-Erweiterung“. Der grundlegende Kurswechsel Ankaras ist auch den Christdemokraten im EU-Parlament nicht verborgen geblieben.

„Es wird immer offensichtlicher, dass die Interessen der Türkei wohl nicht mehr wirklich zu einer EU-Vollmitgliedschaft passen“, zitiert Bystrom den Chef der CDU/CSU im Europaparlament, Herbert Reul.

Doch noch stecht die Türkei auf wackeligen Beinen. Das Land hat wirtschaftliche Probleme, die ein großes Risiko darstellen. Zahlreiche Privat-Haushalte sind aufgrund des Konsumrauschs der vergangenen Jahre überschuldet (mehr hier).

Auch das Handelsbilanz-Defizit bereitet dem Land Kopfzerbrechen (mehr hier).

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