Deutscher Konvertit: „Der Salafismus ist eine faschistische Ideologie“

Dass der Salafismus eine religiös motivierte faschistische Ideologie ist, ist bekannt. Doch nun spricht sich ein deutscher Konvertit gegen den radikalen Islamismus aus. Die Sicherheitsbehörden seien zu recht alarmiert. Denn die Gefahr sei groß.

Der zum Islam übergetretene Konvertit Khaled al Almani erkennt im Salafismus eine große Gefahr für die Gesellschaft.

In einem Interview mit hr-online.de brachte er das zum Ausdruck. Doch Khaled al Almani ist nur ein Pseudonym. Er möchte in dem Interview nicht seinen richtigen Namen preisgeben. Er sagt, dass er islamisch-konservativ ist. Doch er laufe weder in auffälligen Gewändern herum, noch lasse er sich einen Bart wachsen. An der Universität erkenne niemand, dass er Muslim sei. Der Glaube habe für ihn mit Spiritualität zu tun. Es sei sein persönlicher Glaube. Der Islam sei für ihn „rationaler“. Denn es gebe keine Trinität, wie im Christentum.

In Bezug auf den Salafismus „klingeln die Alarmglocken“ bei den Sicherheits-Behörden zu recht.

„Der Anteil der Konvertiten, die in den gewaltbereiten Salafismus oder Dschihadismus abgleiten ist hoch. Er ist auch teilweise bei Arabern hoch. Bei Türken steigt er mittlerweile. Das ist ein gewaltiges Problem.“

Der Dschihadismus oder Salafismus sei in der Tat religiös faschistisch und sogar gefährlicher als der Neonazismus, so al Almani. Doch der US-Psychologe Jerrold M. Post sagte den DTN, dass Rechtsradikale und Islamisten dieselbe Psyche haben (mehr hier).

Die radikalsten Islamisten sind die Wahabiten. Der Wahabismus kommt aus Saudi Arabien. Es gebe im Islam verschiedene Auslegungen, so al Almani. Die Wahabiten legen den Koran wortwörtlich aus und rufen zur Gewalt auf. Der islamische Theologe sagt ebenfalls, dass der Salafismus intolerant und fanatisch ist (mehr hier).

Gewalt-Prävention ist in Deutschland ein wichtiges Thema. In den Reihen der Salafisten finden sich insbesondere junge Menschen. Deshalb haben die Islamwissenschaftler Rauf Ceylan und Michael Kiefer ein Buch verfasst, welches sich mit der Prävention von Radikalisierungs-Prozessen auseinandersetzt. Im Fokus steht eine Einsicht in die Hintergründe der radikalen Ideologie (mehr hier).

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