Weltweite Verwunderung: Erdoğan erscheint nicht bei Mandelas Beerdigung

Entsetzen und Erheiterung erfolgten auf die Ankündigung des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdoğan, nicht zu Nelson Mandelas Beerdigung zu erscheinen. Er drückte in einem Telegramm sein Beileid aus. Für seine Abwesenheit gibt es eine Reihe von möglichen Gründen.

Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdoğan erschien nicht zur Trauerfeier Nelson Mandelas am 10. Dezember. Er ließ sich vom türkischen Vize-Premier Beşir Atalay vertreten. Sein Fehlen löste Verwunderung, Unverständnis, aber auch Belustigung bei den anwesenden Delegationen in Soweto aus.

Der Beerdigung wohnten nach Angaben des Online-Magazins The Scroll über 90 Staatschefs bei. Erdoğan kondolierte lediglich via Telegramm. Dieses wurde Südafrikas Vizepräsident Kgalema Motlanthe überstellt.

„Ich bin sehr traurig über Mandelas Tod. Seine Taten setzten Zeichen nicht nur für die Völker Südafrikas sondern für die ganze Welt. Der ehrenhafte Kampf für sein Volk wird für Jahrhunderte in respektvoller Erinnerung bleiben,“ zitiert der öffentlich-rechtliche Rundfunksender TRT auf seiner Homepage das Schreiben.

Erdoğan tritt in jedes Fettnäpfchen

Welche Gründe Erdoğan bewogen haben könnten, der Veranstaltung fern zu bleiben, ist bislang unklar. Neben dem türkischen Ministerpräsidenten fehlte auch Israels Premier Benjamin Netanjahu der Veranstaltung. Im Gegensatz zu Erdoğan, lieferte er jedoch zumindest eine Begründung. Er führte hohe Reise- und Sicherheitskosten an.

Als die Staatschefs von der Nachricht erfuhren, soll neben einem Raunen Gelächter zu hören gewesen sein. Dieses wurde Simbabwes Staatschef Robert Mugabe, Kameruns Vizepräsident Paul Biya, Irans Präsident Hassan Ruhani und Kubas Staatsrat Raul Castro zugeordnet. Einer von ihnen soll vor laufendem Mikrophon gesagt haben: „Armer Erdoğan. Dieser Kerl tritt aber auch in jedes Fettnäpfchen.“

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