Mord an japanischer Touristin: 23-jähriger Türke muss lebenslang ins Gefängnis

In der Zentraltürkei hat sich im vergangenen September ein furchtbares Verbrechen zugetragen. Jetzt hat das Gericht in Nevsehir einen jungen Mann für den Mord an einer jungen japanischen Touristin zur Rechenschaft gezogen. Er muss lebenslang ins Gefängnis.

Das Gericht in der türkischen Stadt Nevsehir hat einen 23 -jährigen türkischen Staatsangehöriger zu lebenslanger Haft verurteilt. Ihm wurden Folter, sexuelle Nötigung und schließlich der Mord an einer jungen japanischen Frau zur Last gelegt. Im Zuge der im vergangenen September in Kappadokien begangenen Tat verletzte der Täter auch die Begleiterin der Japanerin schwer.

Fatih U. wurde für schuldig befunden, die 22-jährige Mai Kurihara gefoltert und vorsätzlich getötet zu haben. Auch ihrer gleichaltrigen Begleiterin Hoshie Teramatsu soll er schwer zugesetzt haben. Das berichtet die Japan Daily Press.

Fatih U. war am 10. September verhaftet worden, nachdem Terametsu ihn auf Fotos identifizieren konnte. Diese waren der jungen Frau noch im Krankenhaus vorgelegt worden. Neben Fatih U. nahm die Polizei zunächst einen weiteren Verdächtigen fest. Den Vorwurf des Mordes erhob die Staatsanwaltschaft jedoch nur gegen ihn. Er soll das Mädchen erstochen und sich dann an ihrem Leichnam vergangen haben.

Der Polizei zufolge soll Fatih U. die Tat zunächst gestanden haben. Die zwei Frauen sollen ihm mit ihren Fahrrädern ins Auto gefahren sein. Darauf hin habe er sie mit dem Messer attackiert. Während der letzten Anhörung widerrief er jedoch seine Aussagen. Neben seiner Strafe für den Mord an der Touristin erhielt er weitere 93 Jahre und neun Monaten Gefängnis wegen sexueller Nötigung und Freiheitsberaubung.

Tat schockt die gesamte Region

Das UNESCO-Weltkulturerbe Kappadokien gehört wegen seiner außergewöhnlichen Landschaft zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen der Türkei (mehr hier). Bislang galt die Gegend als relativ sicher für die Besucher. Entsprechend war das Verbrechen ein Schock für die Bewohner und Reiseveranstalter in der Region. Erst im vergangenen Mai wurde die Gegend von einem tödlichen Unglück überschattet. Ein bei Touristen beliebter Heißluftballon-Ausflug endete mit einem Absturz, der zwei Menschen das Leben kostete (mehr hier).

Anfang des Jahres sorgte das Verbrechen an der US-amerikanischen Touristin Sierra Sarai für internationale Anteilnahme. Die Mutter zweier kleiner Kinder war im Januar allein in die Türkei gereist. Ihr Leichnam wurde kurz nach ihrem Verschwinden an einem Stück der historischen Stadtmauer in Istanbul entdeckt. Mit Hochdruck fahndete die Polizei damals nach ihrem Mörder. Der damals Festgenommene wollte sich jedoch beharrlich an nichts erinnern.

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