Der Hollywood-Star in der Oscar-Warteschleife: Die Filmwelt trauert um Peter O’Toole

Der „Lawrence von Arabien“ ist tot. Der Schauspieler Peter O'Toole verstarb am Samstag nach langer Krankheit in einem Hospital in London im Alter von 81 Jahren. Ganze acht Mal war O'Toole für einen Oscar nominiert. Gereicht hat es am Ende „nur“ für einen Ehren-Oscar 2003. Und das widerwillig.

Die Filmwelt trauert um einen ganz großen irischen Schauspieler. Am vergangenen Samstag verstarb Peter O’Toole. Seit Mitte der 1950er Jahre begeisterte er in mehr als 90 Film- und Fernsehrollen. Belohnt wurde seine Arbeit mit vier Golden Globe Awards und einem Emmy. Acht Mal war er für den Oscar nominiert, vergebens.

Als Peter O’Toole 2003 der Ehren-Oscar verliehen werden sollte, hat er sich zunächst geweigert. Der Sonderpreis erschien ihm unangemessen. Schließlich, so schrieb er der Academy in einem Brief, sei er „noch im Spiel“. Diese zeigte sich unnachgiebig. Eine Auszeichnung für sein Lebenswerk sollte er bekommen, ob er wolle oder nicht. Seine Kinder konnten ihn schließlich doch überzeugen. Aus den Händen von Meryl Streep nahm er den Preis dann doch entgegen.

Acht Mal war der nun verstorbene O’Toole denkbar dicht an der wohl renommiertesten Auszeichnung der Filmbranche dran. Eigentlich hätte es schon 1962 mit dem „Lawrence von Arabien“, seinem Durchbruch als Schauspieler, soweit sein können.

Mit „Becket“ verstrich zwei Jahre später die nächste Gelegenheit. Auch im Rahmen von „Der Löwe im Winter“ 1968 und „Goodbye, Mr. Chips“ im Jahr darauf hoffte er vergebens. In der Folgezeit kamen die Nominierungen weiterhin Schlag auf Schlag. „The Ruling Class“ 1972 gehörte ebenso dazu wie „Der lange Tod des Stuntman Cameron“ 1980 und „Ein Draufgänger in New York“ 1982. Selbst nach der Verleihung seines Ehren-Oscars durfte O’Toole noch einmal fiebern. Mit „Venus“ folgte 2006 dann der letzte „Jury-Streich“.

Erst im Juli 2012 zog sich der Schauspieler, der mit gerade mal 17 Jahren als Amateur zum Theater kam, aus dem Geschäft zurück. Es sei Zeit, das Handtuch zu werfen. Vom Film und der Bühne zurückzutreten, so O’Toole. Jetzt fiel auch noch sein letzter Vorhang.

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