Vom Stadion ins Kabinett: Hürriyet macht Fußballstar Gerd Müller zum neuen Entwicklungsminister

Die türkische Zeitung Hürriyet hält den Politiker Gerd Müller offenbar für eine deutsche Fußballlegende. Bei einem biografischen Rückblick gelingt ihr die nahtlose Fortsetzung des Lebenslaufs. Das Konkurrenzblatt Sabah reagiert sportlich – auf seine Weise.

Die türkische Tageszeitung Hürriyet hat in ihrer Europa-Ausgabe am Dienstag den designierten Parlamentarischen Staatssekretär Gerd Müller (CSU) mit dem Fußballspieler Gerd Müller verwechselt.

In einer äußerst originellen Fusion der Lebensläufe beschreibt die Zeitung Gerd Müller als „Geboren 1945, früher Star der deutschen Nationalmannschaft und von Bayern München. Torschützenkönig der Nationalmannschaft.“ Der parlamentarische Staatssekretär ist 1955 geboren und heißt eigentlich Gerhard Müller.

Bis jetzt hat sich der „Bomber der Nation“ noch nicht geäußert, ob er nach dieser einzigartigen Inspiration eine politische Karriere plant. Er wäre Deutschlands erster prominenter Sportler, der in die Politik wechselt.

Eine Entwicklung, die die Ukraine mit Box-Weltmeister Vitali Klitschko schon vollzogen hat. Außerdem bilden Sportler eine jener Minderheiten in Deutschland, die bisher noch nicht in einem Kabinett repräsentiert wurden. Anders als Deutsch-Vietnamesen oder seit neuestem Deutsch-Türken (mehr hier).

Die Zeitung Sabah kommentiert den Lapsus ihrer Kollegen mit türkischem Sportsgeist. „Nachdem Hürriyet sich von ihrem Chefredakteur und professionellen Nachrichtenressort getrennt hat, häufen sich solche peinlichen Fehler in letzter Zeit und sorgen für negative Aufmerksamkeit“, so das Medium.

Unzweifelhaft haben die Beiden vieles gemeinsam, sodass eine Verwechslung nahe liegt: Ihr Jahrgang endet mit der Ziffer fünf, beide sind aus bayrisch-Schwaben und sehen sich auch noch zum Verwechseln ähnlich.

In der Online-Ausgabe der Hürriyet haben die Kollegen übrigens nicht geschlafen.

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