Nach zehn Jahren Haft: Putins Erzfeind Chodorowski ist endlich frei

Eine Stunde nach Putins Unterschrift unter den Amnestiebescheid wurde Chodorowski aus dem Straflager Segescha im Norden Russlands entlassen. Nach zehn Jahren Haft ist Putins prominentester Widersacher wieder auf freiem Fuß.

„Von humanen Erwägungen geleitet, gewähre ich Chodorkowski Michail (…), in Moskau 1963 geboren, die Begnadigung und ordne seine Entlassung aus dem Gefängnis vor Ablauf seiner Strafe an“, heißt es in dem Dekret, das Putin am Freitagvormittag unterzeichnete. In dem Moment, in dem es unterzeichnet wurde, trat es in Kraft, berichtet die voiceofrussia.com.

Schon eine Stunde danach soll Chodrowski, der frühere Öl-Milliardär aus dem Straflager nördlich der Stadt Segescha entlassen worden sein, berichtet Bloomberg mit Verweis auf die Internetseite des Staatsgefängnisses. Mittlerweile soll er angeblich auf dem Weg nach Deutschland sein. Erst am Donnerstag hatte Putin am Rande einer Pressekonferenz darauf hingewiesen, auch seinen prominentesten Gegner Chodorkowski begnadigen zu wollen (hier).

Mehr als zehn Jahre verbrachte der Öl-Tycoon in verschiedenen Gefängnissen und Straflagern in Russland. Ihm wurde Betrug und Steuerhinterziehung vorgeworfen.

Auch die zwei gefangenen Mitglieder der Band Pussy Riot sollen von Putin begnadigt werden. Wann genau der russische Präsident deren Begnadigung allerdings unterzeichnet ist noch nicht klar. Tolokonnikova und Alyokhina waren 2012 zu je zwei Jahren Straflager verurteilt worden, nachdem sie in der russischen Hauptkathedrale in Moskau ein Punk-Gebet aufführten.

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