Attacke auf Moschee in Stockholm: Unbekannte beschmieren Pforte mit Hakenkreuzen

In der schwedischen Hauptstadt Stockholm ist in der Nacht auf Donnerstag eine Moschee mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Wer hinter der Attacke steckt, ist bisher nicht bekannt. Neu sind solche Vorkommnisse nicht.

Für muslimische Gläubige in Stockholm gab es an diesem Donnerstag ein böses Erwachen. Die Zayed bin Sultan Al Nahyans Moschee wurde Ziel einer fremdenfeindlichen Attacke. Nach mehreren Vorfällen in der Vergangenheit, wurde nun erstmals die Vordertür großflächig mit Hakenkreuzen beschmiert. Wer dahinter steckt, ist bisher nicht bekannt.

Die schwedische Polizei hat die Ermittlungen wegen Vandalismus und Hetze gegen Bevölkerungsgruppen aufgenommen. Derzeit wird nach Spuren vor Ort gesucht. auch Omar Mustafa, Vorsitzender der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Schweden, hat sich sich unterdessen zu Wort gemeldet. Ihm zufolge hätten Angestellte der größten Moschee der Stadt die Schmierereien am Morgen entdeckt. Auf Twitter postete er entsprechende Bilder.

Es sei jedoch nicht das erste Mal gewesen, dass die Moschee Ziel von Hass-Attacken gewesen sei. Vielmehr geschehe so etwas durchschnittlich zwei Mal pro Monat. Es sei aber das erste Mal gewesen, dass die Täter Hakenkreuze an die Eingangstüren des im Jahr 2000 errichteten Gebäudes geschmiert hätten.

Statistiken des schwedischen Nationalen Rats für Kriminalprävention zufolge wurden im Jahr 2012 rund 5.500 Hassverbrechen verübt. Sechs Prozent davon gezielt gegen Schwedens muslimische Minderheit. Im Sommer kam es zu einer großangelegten Solidaritätsaktion, nachdem ein Schwede eine schwangere Muslimin aufgrund ihres Kopftuchs angegriffen und verletzt hatte (mehr hier).

Auch Mustafa sprach im schwedischen Rundfunk. von einem weitgehenden Mangel an staatlichen Sicherheitsmaßnahmen für muslimische Einrichtungen in Schweden. Auch andernorts im Land käme es zu solchen Vorfällen. Nict selten würden sich die Gläubigen damit allerdings nicht an die Öffentlichkeit trauen.

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