Russland: Das Volk verlangt die Todesstrafe für Kinderschänder und Terroristen

Russlands Bevölkerung ist mehrheitlich für die Wiedereinführung der Todesstrafe. Auch Duma-Abgeordnete setzen sich nun für dieses Vorhaben ein. Die Todesstrafe soll sowohl Terroristen als auch Kinderschänder abschrecken.

Nach den Terroranschlägen von Wolgograd verlangen eine Reihe von russischen Politikern die Wiedereinführung der Todesstrafe. Insbesondere Duma-Abgeordnete der nationalistischen Liberal-Demokratische Partei Russlands (LDPR) setzen sich für dieses Vorhaben ein.

Dabei müsse die Wiedereinführung der Todesstrafe insbesondere gegen „Kinderschänder, Terroristen, Serien-Killer und Drogen-Barone“ eingesetzt werden, zitiert Russia Today den LDPR-Abgeordneten Roman Khudyakow.

Khudyakow ist zuversichtlich, dass alle Fraktionen der Duma seinen Vorstoß unterstützen werden. Tschetscheniens Präsident Ramzan Kadirow geht sogar noch weiter. Er verlangt sogar die Einführung der Todesstrafe für „terroristisches Gedankengut“.

„Ich bin mir absolut sicher, dass wir diesem Bösen nicht mit den Mitteln der Demokratie und Menschenrechte entgegentreten können“, zitiert Russia Today den Warlord Kadirow.

Auch die russische Gesellschaft unterstützt die Wiedereinführung der Todesstrafe. Etwa 68 Prozent der Bürger Russlands seien bereit, „dem Staat das Recht abzutreten, `Leben zu nehmen´, zitiert Russland-Aktuell die Leiterin des Meinungs-Forschungsinstituts Fonds, Jekaterina Koschewina.

Doch der Duma-Abgeordnete Pawel Krascheninnikow hält nicht viel von der Todesstrafe. „Die Todesstrafe ist eine ineffektive Bestrafung für jemanden, der sich selbst in die Luft sprengt“, zitiert Russia Today Krascheninnikow.

Die Todesstrafe in Russland wurde 1996 abgeschafft.

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