Kampf um Falludscha: Kerry sagt Irak Unterstützung gegen Al-Qaida zu

US-Außenminister John Kerry stellt dem Irak Hilfe gegen Al-Qaida in Aussicht. Die Rücksendung amerikanischer Soldaten schloss er aus. Kerrys Vorstoß erfolgt in engem zeitlichen Zusammenhang zum Hilfsangebot des Irans.

In Beirut bietet der Außenminister der Vereinigten Staaten, John Kerry, dem Irak militärischen Beistand jeglicher Art an. Lediglich von der Entsendung amerikanischer Truppen will die US-Regierung absehen. Die irakischen Streitkräfte versuchen, die vergangene Woche an sunnitische Extremisten des Islamischen Staates in Irak und Syrien (auch Islamischer Staat im Irak und der Levante, ISIS) gefallene Stadt Falludscha zurückzuerobern.

Kerry betont, dass der Kampf um die Krisenregion Anbar vom Irak und nicht von den Amerikaners gekämpft werden müsse. In diesem Zusammenhang beschrieb er die Kämpfer von ISIS als „die gefährlichsten Akteure“ in dieser Region, so die Washington Post.

Nach mehreren Rückschlägen gegen die Armee Baschar al-Assads in Syrien konzentriert sich der salafistisch-dschihadistische ISIS stärker auf das so genannte Sunni-Dreieck, den überwiegend sunnitischen, auf der Karte fast dreieckig wirkenden Westteil des Iraks an der Grenze zu Syrien. Die irakischen Streitkräfte versuchen mit Luftschlägen und Mörserbeschuss, den Vormarsch des Islamischen Staates einzudämmen. Bei den Kämpfen in der Nacht auf Sonntag starben nach Angaben des Daily Star Lebanon unter Verweis auf ärztliche Angaben 38 Menschen.

Kerrys Angebot erfolgt nur einen Tag nach dem Angebot des Irans, dem Irak mit Ausrüstung und Beratern zu helfen. Auch der Sprecher des iranischen Militärs nahm personelle Unterstützung ausdrücklich aus (mehr hier).

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