Terrorgefahr um Olympia: Jetzt springt das FBI Russland zur Seite

Das FBI sendet mehrer Agenten nach Russland, um die Sicherheit der Olympischen Winterspiele in Sotschi zu garantieren. Die Verantwortung verbleibe jedoch bei Russland. Erste Agenten sind bereits eingetroffen. Das Angebot offenbart verbesserte Beziehungen zwischen den beiden Geheimdiensten.

FBI-Vorsitzender James Comey hat die Entsendung einiger Dutzend Agenten und Spezialisten nach Russland in Aussicht gestellt. Sie sollen dem Land bei der Vorbereitung von Präventionsmaßnahmen gegen mögliche terroristische Anschläge helfen.

Comey selbst bezeichnet die Hilfe als Folge der Verbesserung der Beziehungen zwischen russischen und amerikanischen Geheimdiensten. Allerdings würden ihn auch konkrete Befürchtungen bezüglich der Olympischen Spiele umtreiben. Das FBI sei zwar zur Unterstützung in der Lage, doch die Verantwortung für die Sicherheit der Spiele läge nach wie vor bei Russland.

Nach Comeys Angaben werden ungefähr 25 Agenten in Moskau stationiert, ca. 15 in Sotschi, wo die Spiele in knapp einem Monat beginnen. Einige seien bereits eingetroffen. Die russische Botschaft in Washington hat die Pläne des FBI-Chefs bisher nicht bestätigt.

Das Angebot der USA ist eine Reaktion auf die Anordnung Präsident Putins, nach den letzten Bombenanschlägen die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen. Bei den neuerlichen beiden Bombenanschlägen in Wolgograd kamen nach bisherigen Angaben 34 Menschen ums Leben. Wolgograd liegt 680 Kilometer von Sotschi entfernt.

Ziel des FBI-Einsatzes in Russland sei laut Comey, „sicherzustellen, dass der Kanal offen ist – sie (gemeint sind russische Sicherheitsbehörden, Anm. d. Red.) müssen alles in Erfahrung bringen, was auf eine Bedrohung hinweisen könnte. Sie müssen wissen, dass wir in der Lage sind, schnell darauf zu antworten“, zitiert ihn das Wall Street Journal.

Die Hilfsbereitschaft der Vereinigten Staaten sind ein gutes Zeichen für die Beziehungen zwischen russischem und amerikanischem Geheimdienst. Seit vergangenem Jahr gilt das Verhältnis als belastet. Grund dafür war der Verdacht, russische Geheimdienste hätten den Vereinigten Staaten Hinweise auf die Pläne der Gebrüder Zarnajew vorenthalten. Diese waren für die Bombenanschläge in Boston verantwortlich.

Bereits unmittelbar nach den Anschlägen in Wolgograd hatte das US-Verteidigungsministerium der russischen Regierung „vollständnigen Rückhalt bei den Sicherheitsmaßnahmen für die Olympischen Spiele in Sotschi angeboten“. Erst am Donnerstag wurde die russische Bevölkerung erneut aufgeschreckt, nachdem in Stawropol fünf Leichen gefunden wurden.

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