Razzien in Mersin: 35 Personen wegen Bestechungsvorwürfen verhaftet

Bei einer weiteren Razzia in der Türkei nahm die Polizei in der Provinz Mersin 35 Personen in Gewahrsam. Die Festnahmen erfolgten im Zuge einer Ermittlung wegen des Verdachts auf Bestechung. Die Spur führt in das Transportwesen.

Bei einer großangelegten Festnahme-Aktion in Mersin nahm die Polizei 35 Personen in Gewahrsam, darunter zehn Zollbeamte. Ihnen wird Bestechlichkeit vorgeworfen. Auch ihre Wohnungen und Arbeitsplätze wurden durchsucht.

Die Untersuchungen wurden vor sechs Monaten angestrengt, nachdem Handels- und Zollminister Hayati Yazıcı eine Klage erhalten hatte. Nach Berichten der Hürriyet wurde die Operation vom ministeriumsinternen Direktorat zum Schutz des Zolls gegen Schmuggel und Spionage durchgeführt, nachdem sechs Zoll-Inspektoren und vier weitere Beamte der Bestechung überführt werden konnten.

Mersin gehört mit seiner 785.000 Quadratkilometer großen Hafenanlage zu den wichtigsten maritimen Knotenpunkten der Türkei.

Bereits vergangenen Dienstag wurden 23 Personen in einer Razzia am Hafen von Izmir festgenommen, darunter der Schwager des ehemaligen Transportministers Binali Yıldırım, der für das Transportunternehmen CEO arbeitet. Dabei wurden Beamte der staatseigenen Eisenbahngesellschaft festgenommen sowie Polizeibeamte, die die Festnahme von Verdächtigen versäumten. Gegen sie wird im Rahmen eines Betrugsverfahrens wegen Bestechung, Korruption, Vorteilsnahme und Insider-Handel ermittelt, so Hürriyet.

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