Türkischer Entdeckergeist: Das könnten die Top Tech Trends 2014 werden

Technologie gehört unbestritten zu den Leidenschaften der jungen, türkischen Bevölkerung. Nicht selten sind sie ihren europäischen Freunden eine Nasenlänge voraus, wenn es um neue Anwendungen geht. In diesem Jahr könnten gleich eine ganze Reihe von Themen ihr Interesse wecken: Angefangen von 3D-Druckern bis hin zu neuen Messaging Apps.

Welche technologischen Trends sind in diesem Jahr hop, welche top? Welche Idee kann den türkischen Entdeckergeist nachhaltig begeistern? 2014 stehen die Chancen gut, dass es gleich mehrere große Themen auf die Agenda der Bevölkerung als auch der Unternehmer schaffen werden. Um die Wirtschaft anzukurbeln, setzt das Land massiv auf Investitionen in Wissenschaft und Forschung. Innovation lautet das Credo der Stunde. Einige Bereiche könnten in den folgenden Monaten daher besondere Bedeutung gewinnen.

Interessant wird es nach Ansicht von Blogger Deniz Ergüel besonders in puncto 3D-Druck. Dieses Feld war eines der meistdiskutierten Technologien im Jahr 2013. Goldman Sachs bezeichnete den 3D-Druck in seinem Report mit dem Titel „The Search for Creative Destruction“ sogar als Technologie mit der Kraft der „kreativen Zerstörung“. Sie soll neben E-Zigaretten, LED-Beleuchtung, Naturgas-Antrieb und einigen anderen den Markt durch kreative Zerstörung künftig ordentlich aufwühlen und umgestalten. Entsprechend sieht Goldman Sachs die 3D-Druck Industrie von derzeit 2,2 Milliarden bis 2021 auf 10,8 Milliarden Dollar anwachsen. Große Marken wie HP und Samsung tauchen derzeit in diesem neuen Markt ein. Mit günstigeren Preisen und höheren technischen Fähigkeiten werden die 3D-Drucker schon in Kürze allgegenwärtig sein.

Ein weiteres großes Thema könnten so genannte Wearable Computer werden. Computersysteme, die am Körper wie von selbst in unseren Alltag einfließen, stehen schon lange ganz oben auf der Wunschliste der User. Das Jahr 2013 hat sie hierbei ein ganzes Stück nach vorne gebracht. Brandneue Gadgets wie Google Glass, Nike Fuel, Samsung Galaxy Gear Smartwatch und Gerüchte um Apple, die bereits an einer iWatch arbeiten sollen, sind wichtige Hinweise für künftige Trends unter türkischen Verbrauchern.

2013 war das Jahr der Phablets, eine Klasse von mobilen Gerät mit 5-Zoll- oder größeren Bildschirmen, die entworfen wurden, um die Funktionen eines Smartphones und eines Tablets zu kombinieren. Auch hier gibt es Gerüchte, wonach Apple angeblich plant, ein iPad mit einem 12,9 -Zoll-Bildschirm auf den Markt zu bringen. Sollte sich das bewahrheiten, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis andere Unternehmen ordentlich nachziehen.

Nicht nur 3D-Druck, auch 3D-Kameras stehen 2014 hoch im Kurs. Intel und Creative Labs arbeiten derzeit an kleinen Doppelobjektiv-Systemen, die an Laptops oder Ultrabooks verwendet werden können. Von diesen Geräten aus ist es nur noch ein kleiner Schritt hin zu neuen Innovationen in Bereichen wie Spracherkennung, Gesichtsanalyse oder 2D/3D Objektverfolgung.

Apropos Computer: Warum sollten wir künftig eigentlich noch Dutzende unterschiedliche Passwörter benötigen, wenn wir doch über biometrische Technologien wie zum Beispiel den Touch- ID-Sensor von Apple, der unsere Fingerabdrücke liest oder über ein Datenschutzsystem von Intel verfügen, das sogar unsere Gesichter erkennen kann? Die Mixtur aus Sicherheitsbedenken und dem Wunsch zur Speicherung weniger Passwörter wird der Sache sicherlich derart zuträglich sein, dass man in den kommenden Monaten mehr von diesen Technologien zu hören bekommen wird.

Doch auch die Computer selbst entwickeln sich natürlich weiter. 2014 wird vermutlich das Jahr der 2-in-1- Geräte. Vorangetrieben durch Intels leistungsstarke und energieeffiziente vierte Generation der Core-Prozessoren, bieten sie die Mobilität eines Tablets kombiniert mit der Kraft eines Laptops. Auch in türkischen Fachgeschäften werden sie in diesem Jahr verstärkt Raum in den Regalen einnehmen, ist sich Ergüel sicher.

Nicht unwesentlich ist für den Blogger auch in diesem Jahr überdies das Thema Online-Bildung. So gebe es dank des Internets mittlerweile leistungsfähige Bildungs-Tools, die man sich vor ein paar Jahren noch nicht einmal habe vorstellen können. Beispielsweise können heutzutage Studenten in abgelegensten Regionen über iTunes U völlig kostenfrei Harvard-Vorlesungen mitverfolgen. Die Khan Academy bietet so etwas auf Türkisch an und FEM Dershaneleri hat die Online-Nachhilfeschule TEKNOFEM im Programm. Mit steigender Zahl der Internetuser in der Türkei, wird sich auch hier die Reihen der Interessenten deutlich verdichten.

Ebenfalls an Bedeutung werden Cloud Computing und Streaming gewinnen. War das Thema „Cloud“ vor ein paar Jahren noch völlig unbekannt, gehören Cloud-Dienste wie Google Drive, Dropbox, Evernote oder persönliche Cloud-Lösungen wie Seagate Zentral heute für immer mehr Menschen zum Alltag. Dienste wie Spotify, TTNet Muzik, Deezer, iTunes Store und viele mehr haben das Konsumieren digitaler Inhalte in der Türkei verändert. Mit zunehmender Geschwindigkeit der Internet-Verbindungen, wird auch die Relevanz von Cloud Computing und Streaming-Diensten im Jahr 2014 weiter steigen.

Thema 2014 ist für Ergüel auch die mobile Fitness. „Wir kümmern uns mehr um unsere Gesundheit und die Technologie ist da, um uns zu unterstützen.“ Auch hier sind Gagdets wie Nike Fuel, Jawbone Up und Fitbit Flex Wegbereiter völlig neuer Trends innerhalb der Fitness-Industrie. „Diese Produkte können aber auch als Mini-Schritte der Implantat-Chip-Technologien interpretiert werden.“

Interessant werden könnte es übrigens auch beim Thema Big Data Analysis. Für ein Land mit einer so riesigen Internet-Bevölkerung, wird die Analyse von Daten eine wichtige Rolle spielen. Mit der wachsenden Anzahl von Faser-Internet-Verbindungen, E-Commerce, der Verwendung von Smartphones, Tablets und der Verwendung neuer sozialer Netzwerke, produziert die Türkei quasi sekündlich riesige Mengen neuer Daten. Und nicht nur die: Nach aktuellen Berechnungen verdoppelt sich das weltweite Datenvolumen alle zwei Jahre. Genau aus diesem Grund hat der IT-Branchenverband Bitkom Big Data bereits 2012 als einen Trend bezeichnet

Last but not least kommt Ergüel auf Messaging Apps zu sprechen. Nicht ohne Grund: Die Anzahl der Mobilfunkteilnehmer in der Türkei liegt im Augenblick bei gut 69 Millionen. Es gibt 27,5 Millionen mobile Internet-Nutzer und die Anzahl der Smartphones liegt ebenfalls bei rund 18 Millionen. Schon jetzt gehören Messaging-Dienste zu den beliebtesten Anwendungen in der Türkei. Unterhaltsam und vor allem denkbar einfach kommunizieren die Nutzer zu jeder Tages- und Nachtzeit miteinander. Es gibt bereits zahlreiche Dienstleistungen, die kostenlos genutzt werden können. Und da in jüngster Zukunft eher mit einer steigenden, denn abnehmenden Zahl der Smartphones und mobilen Internet-Abonnenten zu rechnen ist, kann man auch getrost von einer zunehmenden Anzahl an Messaging-Diensten ausgehen.

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