Studie: Teenager-Schwangerschaften gehen dank MTV-Show zurück

Ausgerechnet eine Reality-Show soll nun dabei geholfen haben, effektiv etwas gegen die Zahl der Teenager-Schwangerschaften in den USA zu tun. Einer Studie zufolge zeichnet das MTV-Format „16 and Pregnant“ sowie sein Ableger „Teen Mom“ für einen Rückgang von fast sechs Prozent in nur eineinhalb Jahren nach Beginn der Ausstrahlung verantwortlich.

Eine am Montag vom National Bureau of Economic Research veröffentlichte Untersuchung fördert Erstaunliches zutage. Den Erkenntnissen der größten nonprofit-Forschungsorganisation der Vereinigten Staaten zufolge, habe die MTV-Sendung „16 and Pregnant“ und sein Ablegerformat zu einem 5,7-prozentigen Rückgang der Teenager-Schwangerschaften in den ersten 18 Monaten seit Beginn der Ausstrahlung geführt.

Die Studie wurde von Professoren des Wellesley Colleges und der University of Maryland durchgeführt. Und diese zeigten nun eindrucksvoll auf, wie sehr sich junge Leute von TV-Inhalten beeinflussen lassen und auf Social Mediaplattformen vermehrt darüber diskutieren. Allein 2010, also ein Jahr nach dem Start der Sendung „16 and Pregnant“, sollen in den USA über 20.000 Teenagergeburten verhindert worden sein. „Das ist spannend“, zitiert Fox News Sarah Brown, Leiterin der „National Campaign to Prevent Teen and Unplanned Pregnancy“, einer Non-Profit-Organisation in Washington. Denn das beweise, dass junge Mädchen manipulierbar seien. „Viele Menschen begreifen noch immer nicht, wie Medien auf deren Leben Einfluss nehmen.“

Herangezogen wurden entsprechende Daten von Google, Twitter, Nielsen Ratings und die Zahl der Teenager-Geburten in den USA. Verglichen wurden Gebiete in den USA, in denen die beiden Sendungen bei Teenagern sehr beliebt sind und entsprechend anderen, in denen sie weniger oft angesehen werden. In Ersteren ist die Geburtenrate nun deutlich schneller gesunken. Das berichtet die Los Angeles Times.

Während das Format von Kritikern dafür gerügt wurde, Teenager-Schwangerschaften zu verherrlichen, kommt die Sendung bei der Jugend offenbar sehr gut an. Derzeit gehört sie zu den beliebtesten MTV-Formaten. Einige Episoden brachten es auf mehr als drei Millionen Zuschauer. Viele von ihnen seien junge Frauen, so die New York Times.

Einige der Reality-Darstellerinnen erlangten im Laufe derzeit einen semi-prominenten Status. So ist die einstige Teen Mom-Teilnehmerin Farrah Abraham mittlerweile ins nächste Format gerutscht und nun auf VH1s „Couples Therapy“ zu sehen.

Hier geht es zur gesamten Studie.

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