Tod einer Kinderbraut: Türkischer Vater glaubt an Mord

Der tragische Tod einer 14-jährigen Kinderbraut in der südosttürkischen Provinz Siirt beschäftigt weiter die Öffentlichkeit. Nach der Autopsie des Mädchens hat sich nun der Vater eingeschaltet. Er ist überzeugt, dass seine Tochter ermordet wurde. Auf den Plan gerufen hat der Fall mittlerweile auch das Familienministerium.

Nachdem am Wochenende ein 14-jähriges Mädchen kurz nach der Geburt und dem Verlust ihres zweiten Kindes tot und mit Schusswunden in ihrem Zimmer aufgefunden wurde, hat sich nun ihr Vater zu Wort gemeldet. Er ist überzeugt, sein Kind wurde Opfer eines Verbrechens.

Wie M.E. mitteilte, fordere seine Familie jetzt weitere Tests des Forensischen Instituts. Es solle überprüft werden, ob die Tote an ihren Händen Schmauchspuren gehabt hätte. „Die nach der Autopsie in Diyarbakır herausgegebenen Dokumente deuten darauf hin, dass sie von einem Jagdgewehr und nicht von einer Pistole erschossen wurde. Ich möchte Licht in das Dunkel ihrer Todesumstände bringen“, zitiert die Nachrichtenagentur Dogan  den Vater. Ein Jagdgewehr erscheine ihm als eine unwahrscheinlich Waffe für einen Selbstmord.

Schwiegereltern gehen von Selbstmord aus

Die Familie des Ehemanns beharrte nach einer Befragung auf Selbstmord. Nach dem Tod ihres Babys sei sie depressiv gewesen und habe ihr Zimmer nicht verlassen wollen (mehr hier). „Falls meine Tochter ihre Leben geopfert hat, gibt es nichts, was ich den Leuten sagen kann. Doch falls sie jemand erschossen hat, werde ich nicht aufhören, dem nachzugehen bis ich den Verantwortlichen gefunden habe“, so der Vater weiter. Noch einmal stellte er heraus, dass seine Tochter bereits 16 Jahre gewesen sein soll. Verheiratet worden sein soll sie zudem mit 13 Jahren.

Ehemann glaubt an tragischen Unfall

Auch der Mann der Toten, der derzeit seinen Militärdienst ableistet, hat sich mittlerweile eingeschaltet. Er glaubt, seine junge Frau starb an den Folgen eines „Unfalls“. „Ich habe ihr mein Jagdgewehr anvertraut, als ich zum Militär ging. Sie sollte es von Zeit zu Zeit reinigen. Ich denke, was passiert ist, ist ein Unfall. Das wird auch die Untersuchung beweisen.“

Die erschütternde Geschichte hat jetzt auch das türkische Familienministerium auf den Plan gerufen. Dieses hat jetzt eigene Untersuchungen eingeleitet. Das erst 18 Monate alte Kind der Verstorbenen solle derweil in staatliche Obhut übergeben werden.

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