Mord: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte verhängt Geldbuße über die Türkei

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Türkei zu einem Bußgeld für den Mord an einem 19-jährigen Mann verurteilt. Die türkische Polizei hat ihn 2006 erschossen, als er ihre Anweisungen nicht befolgte.

Wegen fahrlässiger Tötung an Murat K. verurteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Türkei zu einer Strafe von insgesamt 40.000 Euro. Dieser hatte im September 2006 in der Provinz Adana die Anweisung eines Polizisten missachtet, mit seinem Motorroller zum Stehen zu kommen. Daraufhin erschoss dieser ihn.

Dies stelle nach Angaben des Gerichtshofes einen Verstoß gegen Art. 2 dar (S.6). Dieser beschreibt das Recht auf Leben. Bereits im Juni 2013 hat ein türkisches Strafgericht den Schützen wegen fahrlässiger Tötung zu acht Jahren Haft verurteilt. Von der Summe gehen 30.000 Euro an seine Mutter und 10.000 an seine Schwestern. Alle Angehörigen beklagten schleppende Untersuchungen zu diesem Fall.

Die Hürriyet bezeichnet den Fall als Mord.

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