Paradox: Verschärfte Kontrollen auf Waffen helfen Dschihadisten

Die syrischen Rebellen sind auf Waffenlieferungen aus dem Ausland angewiesen. Doch offenbar will die Türkei ihre Grenzkontrollen verschärfen. Ein schlechtes Signal für die Rebellen. Wenn die Waffenlieferungen ausbleiben, gewinnt Al-Qaida die Oberhand in Syrien.

Eine Verschärfung der Waffen-Kontrollen an den Grenzen zu Syrien führt offenbar zur Erstarkung von radikalen Dschihadisten.

So fing die türkische Gendarmerie im Dezember einen mit Waffen beladenen LKW an der türkisch-syrischen Grenze ab. Friedensaktivisten in der Türkei zeigten sich zufrieden mit dem Waffen-Fund. Doch einige Politik-Analysten vertreten eine kritischere Sicht.

„Nach diesem Vorfall wird es von nun an schwieriger werden, Waffen nach Syrien zu liefern. Das könnte Al-Qaida stärken“, zitiert The Daily Beast den Direktor des Internationalen Friedens-Forschungszentrums des Nahen Ostens (IMPR) in Ankara, Veysel Ayhan.

Denn die Waffen gehen an die bewaffneten Gruppen der Freien Syrischen Armee (FSA). Die befinden sich sowohl im Kampf gegen Assad als auch gegen Al-Qaida. „Wenn diese Lieferungen zum Erliegen kommen, wird Al-Qaida stärker werden“, zitiert The Daily Beast Oytun Orhan, Syrien-Analyst am Strategischen Zentrum für Nahost-Studien (ORSAM).

Doch die USA setzten bisher alles daran, die FSA über Jordanien und der Türkei zu bewaffnen. Die CIA spielte hierbei eine führende organisatorische und finanzielle Rolle, berichtet die Washington Post. Ein anonymer Sprecher der US-Regierung bestätigte den Bericht, berichtet CNN. Das sei ein offenes Geheimnis. Weder Washington noch die Nachbarländer Syriens haben ein Interesse an der Machtübernahme von Al-Qaida in Damaskus.

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