Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Fazıl Say ein

Nach Ansicht eines Klägers soll Fazıl Say die Justiz beleidigt und zu bestimmten Entscheidungen genötigt haben. Doch die türkische Staatsanwaltschaft wies die Klage zurück. Say habe sich in seinen Ausführungen im Blasphemie-Prozess lediglich selbst verteidigt.

Der Istanbuler Staatsanwalt Hüseyin Arslan hat ein Verfahren wegen Beleidigung der Justiz und Staatsorgane gegen Fazıl Say eingestellt. Auch der Vorwurf, dass Say versucht haben soll, die Entscheidungen der Justiz zu beeinflussen, entbehre jeglicher Grundlage.

Arslan vertritt die Ansicht, dass Says Aussagen defensiver Art seien. Er habe sich im vorangegangenen Blasphemie-Prozess (mehr hier) lediglich verteidigt, zitiert ntvmsnbc den Staatsanwalt. In seinen Ausführungen seien keinerlei Beleidigungen zu erkennen.

Zuvor hatte der Ingenieur Ali Emre Bukağılı gegen Say geklagt. Doch beim türkischen Volk ist Say nach wie vor sehr beliebt. Am Samstag wird der Pianist ein Konzert in Izmir geben. Die Eintrittskarten für das Konzert sollen innerhalb von 15 Minuten verkauft worden sein, berichtet die Zeitung Hürriyet. Deshalb soll vor dem Konzertsaal eine Großleinwand aufgestellt werden. Das Public Viewing ist kostenlos.

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