Türkei verbietet Online-Verkauf von Medikamenten

Medikamente in der Türkei sind günstig. Oft verschreiben Apotheken starke Medikamente auch ohne Rezept. Jetzt will die türkische Regierung gegen den leichtfertigen Verkauf von Medikamenten mit Nebenwirkungen vorgehen.

Die türkische Regierung verbietet den Online-Verkauf von Medikamenten. Bisher konnten Personen über das Internet Medikamente verkaufen.

Eine Genehmigung war nicht nötig. Doch auch Apotheken sind von dem neuen Gesetz betroffen. Apotheken-Besitzern ist es ebenfalls nicht mehr gestattet, im Internet Werbung für Medikamente zu machen, berichtet avrupagazete.com.

Das Problem des leichtfertigen Medikamentenankaufs betrifft auch deutsche Urlauber. Türkische Apotheken verkaufen Medikamente oft für weniger als die Hälfte des in Deutschland handelsüblichen Preises. Dies berichtet die Türkei-Zeitung.

Allerdings ist die Einfuhr großer Mengen von Medikamenten in Deutschland nicht zulässig. Der deutsche Zoll konfisziert für gewöhnlich die Medikamente und bürdet ihren Besitzern hohe Geldbußen in Höhe von bis zu 5000 Euro auf. Nur in besonderen Fällen einer Einnahme der Medikamente innert 90 Tagen gibt es Ausnahmen.

Doch die Verbraucher in der Türkei stehen dem Online-Shopping ohnehin skeptisch gegenüber. Nur acht Prozent der Türken sagen, dass sie Waren aus dem Internet kaufen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage zum türkischen Konsumklima der Boston Consulting Group (BCG), einer der weltweit größten Unternehmensberatungen (mehr hier).

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