Einwanderung aus Osteuropa: Es kommen Arbeitskräfte und Kriminelle

Das Thema Einwanderung ist in jeder Gesellschaft hochumstritten. Deutschland erwartet eine neue Einwanderungswelle von Rumänen und Bulgaren. Viele von ihnen wollen in Deutschland einer Arbeit nachgehen. Doch es gibt auch Probleme mit kriminellen Banden aus dem Osten.

Die Einwanderer aus Rumänien und Bulgarien sind nicht häufiger arbeitslos als der Durchschnitt der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland, im Gegenteil: 27.000 Personen bulgarischer oder rumänischer Herkunft bezogen im Juni 2013 Hartz IV. Davon sind 36 Prozent Aufstocker. Sechs Prozent mehr als der Durchschnitt der Hartz IV-Empfänger in Deutschland. Dies berichtet n-tv mit Verweis auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Nach Berichten des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) haben acht Prozent der Einwanderer aus den beiden Schwarzmeer-Staaten einen Hochschulabschluss in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik. Dies sind zwei Prozent weniger als im Durchschnitt der Zuwanderer, aber zwei Prozent mehr als der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.

Die Diskussion über Armutszuwanderung aus Osteuropa begann zu Beginn des Jahres. Seitdem gilt für Rumänen und Bulgaren das Niederlassungsrecht auch ohne Arbeitserlaubnis. Die CSU hatte vor gering qualifizierten Migranten aus den beiden Staaten gewarnt. Die Opposition hat dies als „populistisch“ abqualifiziert.

Doch neben einer möglichen Einwanderung in die Sozialsysteme droht eine weitere Schattenseite der Migration aus der östlichen Peripherie: importierte Kriminalität. Nach Berichten des Kuriers gibt es in Österreich wie in Deutschland Diskussionen über die negativen Auswirkungen organisierter Kriminalität aus Osteuropa. Doch in der Diskussion werde oftmals übersehen, dass die bulgarischen und rumänischen Banden in ihren Heimatländern ebenfalls kriminell sind. Sie werden nicht erst in Deutschland zu Kriminellen.

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