Eine Tonne Heroin: Türkischer Schmuggler in Armenien festgenommen

Armenien hat zwei ausländische Schmuggler festgenommen. Diese wollten Heroin über Armenien in die Türkei schmuggeln. Die riesige Menge Heroin lässt darauf schließen, dass die Schmuggler sich sicher fühlten – und die Route häufig zum Drogenhandel genutzt wird.

927 Kilogramm Heroin beschlagnahmten armenische Grenzschützer in einem von einem Georgier geführten Transporter. Dieser wurde ebenso festgenommen wie sein türkischer Komplize. Die Festnahme ereignete sich am Grenzübergang im armenischen Megri an der Grenze zum Iran.

„Als Ergebnis einer Suchoperation in Erewan wurde ein Drahtzieher des Heroinhandels festgenommen, ein türkischer Staatsbürger mit Namen Osman O.“, so zitiert die Hürriyet eine Stellungnahme des armenischen Sicherheitsdienstes vom vergangenen Sonntag. Es handelt sich um die größte Sicherstellung von Drogen in der Geschichte Armeniens.

Der größte bisherige Fund von bei weitem nicht vergleichbarer Masse von sieben Kilogramm ereignete sich am 8. Februar 2010 in Erewan. Damals wurden ein Russe und ein Iraner festgenommen, berichtet Radio Free Europe/Radio Liberty.

Die Menge von knapp einer Tonne ist ein Hinweis darauf, dass die Route über Megri unter Drogenhandelnden lange als sicher galt. Georgien wäre das mutmaßliche nächste Reiseziel gewesen. Ob von da an die Ware weiter nach Russland gegangen wäre oder den Weg über die Schwarzmeer-Küste zum Hauptumschlagsplatz Europa genommen hätte, bleibt unklar. Ihren Ursprung haben die Drogen wahrscheinlich in Indien und Afghanistan.

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