Nächste Welle: Fast 500 Polizisten in Ankara und Izmir versetzt

Noch immer zieht der türkische Korruptionsskandal Kreise. In einer jüngsten Säuberungswelle an diesem Mittwoch wurden abermals rund 500 Polizeibeamte in Ankara und İzmir auf neue Posten versetzt. Mindestens 30 Personen wurden zudem bei einer Razzia in Istanbul verhaftet.

Nur stunden nach Bekanntwerden der Versetzung von fast 100 Richtern und Staatsanwälten wir die Säuberungswelle in den Reihen der türkischen Polizei fortgesetzt. In verschiedenen Großstädten des Landes wurden fast 500 Polizisten versetzt.

In Izmir wurden am Mittwoch zwei stellvertretenden Polizeichefs und zehn Kommissaren neue Tätigkeitsfelder zugewiesen. Der für die weitreichenden Untersuchungen im Hafen von İzmir verantwortliche Metin Tuncer, bis dato stellvertretender Leiter der Abteilung für Finanzverbrechen, wurde nun zum stellvertretenden Chef der Bereitschaftspolizei ernannt. In Ankara wurden derweil mindestens 470 Polizeibeamte und Offiziere von ihren Posten entfernt und auf andere, weniger einflussreiche Posten versetzt. Das berichtet die türkische Zeitung Zaman.

Unterdessen schlug die Polizei in Istanbul im Rahmen der Korruptionsuntersuchungen zu. Bei einer Razzia des Zollamts im Stadtteil Halkalı nahm die Anti-Schmuggel-Einheit mindestens 30 Personen fest. Durchgeführt worden sei die Aktion wegen des Verdachts auf Unregelmäßigkeiten bei einer Transaktion aus China importierter Textilprodukte, so die Zeitung. Unter den 30 Festgenommenen sollen sich mehrere Textilunternehmer und Zolllager-Mitarbeiter befinden. Zwanzig Mitarbeiter am Halkalı Zollamt seien im Rahmen der Untersuchung befragt worden. 70 Container mit Textilien wurden beschlagnahmt.

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