Nasdaq-Chef: Türkische Wirtschaft hat riesiges Potential

Der Chef der amerikanischen Technologie-Börse NASDAQ glaubt an eine immense Unterbewertung der türkischen Wirtschaft. Insbesondere die Konsolidierung der Märkte der BIST stelle eine hervorragende Entwicklung dar. Sie werden zu einer starken regionalen Größe. Doch hinter dem Lob steckt auch Eigeninteresse.

Die Konsolidierungserfolge der türkischen Börse Borsa Istanbul (BIST) geben Robert Greifeld, dem Chef der US-amerikanischen Technologie-Börse NASDAQ OMX, Grund zum Optimismus. Der Nasdaq könne von BIST lernen und dies Partnern vermitteln.

„Das ökonomische Potential der Türkei ist riesig und unterbewertet“, so zitiert ihn Hürriyet unter Verweis auf Berichte der Anadolu Agency. „Ich denke, dass dieses Vorgehen der Türkei einen angemessenen Ausganspunkt bietet, sich weiterhin als Markt zu entwickeln und zu wachsen.“

Auf die Frage, warum NASDAQ ein Partnerschaftsabkommen mit Börse in Istanbul unterzeichnet hat, sagte Greifeld, dass die Konsolidierung der Märkte von BIST eine positive Entwicklung darstelle und dass der türkische Markt ein „sehr starker regionaler Player“ werde.

„Es (das Partnerschaftsabkommen) ist auch eine Möglichkeit, Wissen auf schnellere und effizientere Weise zu tauschen“, so Greifeld. Für die Entwicklung des türkischen Marktes zu einem Regionalmarkt brauche es nur mehr Zeit.

Das Abkommen zwischen NASDAQ und BIST soll deren Stellung als Knotenpunkt Eurasiens festigen und den Interessen globaler Investoren und Firmen dienen. BIST-Vorsitzender Ibrahim Turhan behauptete auf der gemeinsamen Pressekonferenz von NASDAQ und BIST am 20. Januar, das Abkommen sei der Anfang einer neuen Ära für den türkischen Markt. „Wir treten nun in eine neue Phase ein, Hand in Hand.“

Mehr zum Thema:

Türkei in der Krise: Türkische Lira erreicht neues Tief gegenüber dem Euro
Devisenmarktintervention: Türkische Zentralbank versucht die Lira zu stärken
Cyber-Angriffe gegen Banken: US-Börsenaufsicht verlangt Notfallpläne

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.