Schandtat in Indien: Stammesgericht ordnet Massenvergewaltigung an

Weil eine 20-jährige Inderin den falschen Mann liebte, wurde sie von einem Stammesrat zu einer grausamen Strafe verurteilt. Die junge Frau musste in eine Hütte gesperrt stundenlang eine Gruppenvergewaltigung über sich ergehen lassen. Ausgeführt wurde das Verbrechen von zwölf Männern samt dem Dorfvorsteher selbst.

Im Dorf Subalpur im indische Bundesstaat Westbengalen hat sich in der Nacht von Montag auf Dienstag ein grausames Verbrechen ereignet. Nachdem ein junges Mädchen mit einem jungen Mann aus dem Nachbardorf bei einem Treffen erwischt wurde, sprach der Dorfrat eine barbarische Strafe aus. Die 20-Jährige musste sich über Stunden von 13 Männern vergewaltigen und misshandeln lassen.

Nachdem die beiden Verliebten ertappt wurden, zerrte man das Paar zunächst vor den Dorfrat. Die jungen Leute wurden an einen Baum gefesselt und der verhängte eine Strafe von umgerechnet 295 Euro. Nachdem die Familie diese Summe jedoch nicht aufbringen konnte, belegte man die junge Frau mit dieser furchtbaren Strafe, berichtet die Daily Mail.

Die schreckliche Vergewaltigungsstrafe wurde in der Nacht auf Dienstag ausgeführt. Eingesperrt in eine Hütte war das Mädchen 13 Männern ausgeliefert worden. Unter ihnen so das britische Blatt, habe sich auch der Dorfvorsteher befunden. Erst am Mittwoch habe die Familie die schwer verletzte Frau in ein Krankenhaus bringen dürfen.

Mittlerweile hat die Polizei alle Täter festgenommen. Das Mädchen kämpft um ihr Leben.

Der schreckliche Vorfall ist nicht der erste dieser Art in Indien. Bereits vor vier Jahren wurde in der gleichen Gegend ein junges Mädchen gezwungen,  nackt durch vier Dörfer zu gehen, in denen Hunderte von Menschen sie belästigt und verspottet haben. Nach dem Tod eines Vergewaltigungsopfers im Dezember 2012 kam es im Land zu schweren Ausschreitungen (mehr hier).

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