Papst Franziskus: Das Internet ist ein „Geschenk Gottes“ an die Menschheit

Das Oberhaupt der katholischen Kirche hat das World Wide Web als ein „Geschenk Gottes“ bezeichnet. Papst Franziskus zeigt sich überzeugt, dass das Internet helfe, Barrieren zwischen verschiedenen Gruppen von Menschen abzubauen. Es schaffe eine Plattform, auf der Menschen diskutieren könnten.

In einer Erklärung der  katholische Kirche zum so genannten „World Communication Day“ rief Papst Franzsikus dazu auf, das Internet als einen Durchbruch für die Menschheit und nicht der Technik zu betrachten. Durch das Internet seien die Menschen dichter zusammengerückt.

Nach Ansicht von Franziskus, der im vergangenen Frühjahr Benedikt XVI. nachfolgte, liege die Macht von Social Media darin, einen politischen, wirtschaftlichen und religiösen Dialog zwischen unterschiedlichen Völkern zu stiften. In seinem Schreiben heißt es:

„Wir müssen die Differenzen beilegen durch Formen des Dialogs, die es uns erlauben, an Verständnis und Respekt zu wachsen. Die Kultur der Begegnung macht es erforderlich, dass wir bereit sind, nicht nur zu geben, sondern auch von den anderen zu empfangen. Die Medien können uns dabei behilflich sein, besonders heute, da die Kommunikationsnetze der Menschen unerhörte Entwicklungen erreicht haben. Besonders das Internet kann allen größere Möglichkeiten der Begegnung und der Solidarität untereinander bieten, und das ist gut, es ist ein Geschenk Gottes.“

Franziskus zufolge könnten die Menschen das Internet natürlich auch dazu nutzen, einfach nach Gleichgesinnten zu suchen und so ihre eigenen Meinungen zu stärken. Er selbst rief die Katholiken jedoch dazu auf, genau das Gegenteil zu tun und stattdessen den interreligiösen Dialog zu suchen. Die User sollten davon ausgehen, dass auch andere etwas Sinnvolles zu sagen hätten. Dies bedeute nicht, den eigenen Glauben aufzugeben. Es heiße aber auch zu erkennen, dass die eigenen Ideen nicht die einzig gültigen seien. Er warnte zudem: Die kommunikative Umwelt kann uns behilflich sein zu reifen oder, im Gegenteil, die Orientierung zu verlieren. Der Wunsch nach digitaler Vernetztheit kann am Ende dazu führen, dass wir uns von unserem Nächsten absondern, von dem, der uns ganz nahe ist ist. Ganz zu schweigen davon, dass derjenige, der aus unterschiedlichen Gründen keinen Zugang zu den social media hat, Gefahr läuft, ausgeschlossen zu sein.

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