Polizeigewerkschaft warnt vor Rumänen und Bulgaren

Die Polizeigewerkschaft in Hessen warnt vor der massiven Einwanderung aus Rumänien und Bulgarien. Es gebe einen dramatischen Anstieg an Kriminalität und die Armut in Deutschland wachse an. Zudem sei die „Homogenität der Gesellschaft“ in Gefahr.

Rumänen und Bulgaren erhalten immer mehr den Eindruck, sie seien EU-Bürger zweiter Klasse.

Der Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft von Hessen, Heini Schmitt, sieht sie als eine Bedrohung für den „sozialen Frieden“ und die „innere Sicherheit“, berichtet das Journal Frankfurt. Schmitt stützt sich bei seiner Argumentation auf die Kriminalstatistik. Das Journal Frankfurt zitiert Schmitt:

„Von 2010 bis 2012 sei die Anzahl der tatverdächtigen Bulgaren um 47,9 Prozent gestiegen, die Anzahl der tatverdächtigen Rumänen um 62 Prozent.“

Es handele sich bei den Personen oftmals um Mehrfachtäter, die sich nicht mit einem Delikt begnügen. Schmitt kritisiert weiter, dass die Rumänen und Bulgaren gezielt in die Sozialsysteme einwandern. Es komme zu Slumbildung und Parallelgesellschaften. 16 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leben seiner Meinung nach schon an der Armutsgrenze. Insbesondere Senioren, Kinder und Alleinerziehende seien betroffen. Deutschlands Bürger seien die Leidtragenden. Sie seien in verschiedener Hinsicht betroffen.

„(…) Unmittelbar als Kriminalitätsopfer, mittelbar als Steuerzahler, mittelbar mit eingeschränkter Lebensqualität, wenn die Belastung durch Kriminalität wächst“, zitiert das Journal Frankfurt den Polizei-Vertreter.

Zudem sei die „Homogenität der Gesellschaft“ in Gefahr. Doch Schmitt freue sich über die offene Debatte über die Zuwanderung aus Osteuropa. Erfreulich sei es auch, dass nicht jeder Kritiker der Zuwanderung von Rumänen und Bulgaren in die ausländerfeindliche Ecke gedrängt werde.

Doch der Polizei-Vertreter vergisst, dass jeder EU-Bürger ein Recht auf die EU-Freizügigkeit hat.

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