Brutaler Überfall auf Oma: Enkelin ist Tatverdächtige

Ein besonders brutaler Überfall auf eine Seniorin beschäftigt die Justiz in Koblenz. Der Überfall soll sich in dem Haus der 87-Jährigen ereignet haben. Die eigene Enkelin war Tatbeteiligte. Sie brauchte das entwendete Geld für Drogen. Doch auch kriminelle Senioren sind keine Seltenheit mehr.

Eine 21-jährige Frau soll an der Planung und Durchführung eines Raubüberfalls auf ihre eigene Großmutter beteiligt gewesen sein. Doch die Seniorin blieb weitgehend unverletzt.

Der Überfall ereignete sich in dem Haus der 87-Jährigen. Zuvor hatten sich zwei Personen an der Haustür als Kirchenvertreter ausgegeben. Mit dem Vorwand kurz die Haustoilette benutzen zu wollen, gelangen die Räuber in das Haus der Seniorin.

Im Rahmen des aktuellen Gerichtsverfahren in Koblenz, räumte die Enkelin am dritten Verhandlungstag ein, sie sei ebenfalls an der Tat beteiligt gewesen. Sie habe das Geld ihrer Oma für den Kauf von Drogen gebraucht.

Die Rhein-Zeitung berichtet:

„Erst wenige Tage vor dem Überfall hatte sie ihre Enkelin kurzfristig bei sich aufgenommen, weil diese in finanziellen Schwierigkeiten steckte und sagte, dass sie für einige Wochen einen Unterschlupf brauche. Nur drei Tage später war die 21-Jährige aber schon wieder weg – angeblich war sie mit einem Freund nach Bayern gefahren. Tatsächlich aber bereitete sie mit ihrem Komplizen wohl den Überfall auf ihre Oma vor.“

Der Prozess soll am 14. Februar fortgesetzt werden.

2012 wurden 55.000 Senioren ab 60 Jahren Opfer von Straftaten, berichtet N24. Doch Senioren sind nicht nur Opfer, sondern auch Täter. Im selben Jahr waren 152.000 Tatverdächtige über 60 Jahre. „Aufgrund einer älter werdenden Gesellschaft werden wir auch vermehrt ältere Straftäter haben“, zitiert die Huffington Post den Bundesvorsitzenden der Polizei-Gewerkschaft, Oliver Malchow.

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