Stuttgart: Deutsch-türkische Investoren gründen Künstlerdorf

Deutsch-türkische Unternehmer wollen in Stuttgart ein Künstlerdorf ins Leben rufen. Das Projekt ist in vollem Gange und wird von Künstlern unterstützt. Doch der zuständige Gemeinderat und die Stadt Stuttgart entscheiden über die Zukunft des Projekts.

Deutsch-türkische Unternehmer aus Stuttgart haben sich eine besonders wichtige Investition einfallen lassen. Diesmal geht es nicht um den Bau einer Moschee.

Dort soll in einem ehemaligen Firmen-Gebäude ein Künstlerdorf entstehen. Das Gebäude ist in Stuttgart als „Werk 8“ bekannt. „Wir wollen das Gelände Kulturtreibenden und Künstlern zur Verfügung stellen und erhoffen uns dadurch, dass das gesamte Areal rund um die Mauserstraße aufgewertet wird“, zitiert die Stuttgarter Zeitung den Unternehmer Halil Selvi. Das Grundstück ist etwa 13.500 Quadratmeter groß.

Das Projekt könnte bis zum Ende durchgezogen werden. Doch dafür müsste zunächst der Gemeinderat in Feuerbach und die Stadt Stuttgart dem „Werk 8“ ihre Zustimmungen geben. Das werde sich erst in den kommenden Monaten entscheiden. Die deutsch-türkischen Unternehmer Halil Aydin und Halil Selvi sind die beiden Hauptinvestoren.

Sevil Özlük von der Agentur für Strategie, Beratung und Konzeption (pdt) und Deniz Keser von der Büro Südwind GmbH sollen das Projekt umsetzen. Es komme sehr gut an bei der Bevölkerung. Etwa 450 Mietinteressenten sollen sich schon bei Keser gemeldet haben. 30 von ihnen sind schon eingezogen.

Özlük sagte der Stuttgarter Zeitung, dass auch die Nachbarschaft des Werks modernisiert und somit aufgewertet werden soll. Doch das sei ein langfristiger Plan.

Auf dem Areal des „Werk 8“ soll eine Kleinkunstbühne entstehen. Hinzu werde ein Kreativsaal kommen, „in dem vor allem Vernissagen, Ausstellungen, Werkschauen sowie Licht-, Video-, Medien- und Klangkunst stattfinden können“, berichtet die Stuttgarter Zeitung.

Es habe auch schon Anfragen für kleine Messen, Trickfilmfestivals und Abschlussfeiern von Modeschulen gegeben.

Doch das Projekt der deutsch-türkischen Unternehmer ist noch nicht bekannt genug. Die öffentliche Unterstützung für das Gelingen des Projekts ist wichtig. Denn am Ende halten der Gemeinderat und die Stadt Stuttgart alle Zügel in der Händen. Erste Gespräche zwischen Investoren und Gemeinde-Vertretern seien positiv verlaufen.

Mehr zum Thema:

Multi-Kulti-Fest in Stuttgart: Gymnasium stellt sich gegen „Shitstorm“ im Internet
Halal-Expo Stuttgart: Der Markt für islamische Produkte wächst
Stuttgart 21: Geißler hält sein Goebbels Zitat für harmlos

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.