Sevim Dağdelen: „Integratio​n ist eine soziale, keine religiöse Frage“

Die Bundestagsabgeordnete Sevim Dağdelen äußert Kritik an der Einführung eines muslimischen Feiertags. Das sei lediglich „Symbolpolitik“. Die Bundesregierung habe in erster Linie die Aufgabe, eine Rechtsgleichheit zwischen den Menschen in Deutschland zu schaffen.

Für die Bundestags-Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Sevim Dağdelen, ist die Einführung eines muslimischen Feiertags lediglich „Symbolpolitik“.

In einer aktuellen Mitteilung macht schreibt sie, dass die Muslime in Deutschland sozial ausgegrenzt werden. Die Hauptaufgabe der Bundesregierung sei es, eine Rechtsgleichheit zu bewirken. Sie müsse sich für die soziale Teilhabe von Muslimen einsetzen.

In diesem Zusammenhang kritisiert Dağdelen auch die Islam-Konferenz:

„Die Islamkonferenz krankt bereits an der Besetzung. Die teilnehmenden Organisationen argumentieren im Namen der Gläubigen, vertreten aber tatsächlich nur zehn bis 15 Prozent der Muslime in Deutschland. Es muss um die soziale und politische Teilhabe aller hier lebenden Menschen gehen – unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen oder religiösen Herkunft.“„Die Haushaltsmittel für die Deutsche Islam Konferenz sind im Haushalt des Bundesministeriums des.“

In den vergangenen Jahren sind große Summen von Steuergeldern in die Islam-Konferenz geflossen, ohne einen vorErfolg zu erzielen.

Innern für das laufende Haushaltsjahr 2013 mit 525.000,- € angesetzt“, heißt es in einer Mitteilung des Bundesministerium des Innern (mehr hier).

Auch die eingeladenen Islam-Vertreter zeigten sich unzufrieden mit der Konferenz. Es wurden vordergründig Sicherheits-Debatten geführt. Der Ex-Innenminister Hans-Peter Friedrich stand in der Kritik. Für einige Vertreter ist die Islam-Konferenz ohnehin gescheitert (mehr hier).

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