Türkei weist Spekulationen zurück: Kein Erdöl-Vertrag mit dem Iran

Der türkische Energieminister betont, er sehe für die nächste Zeit keinen Öl-Handel mit dem Iran. Die Türkei sei aber Angeboten Teherans gegenüber offen. Allerdings decke bereits der Ölhandel mit dem Irak den türkischen Bedarf.

Taner Yıldız, der Energieminister der Türkei, betont, ein Öl-Abkommen zwischen Ankara und Teheran sei während Erdoğans Iran-Visite nicht zustande gekommen. Er hob jedoch hervor, dass Ankara einem solchen Deal prinzipiell aufgeschlossen sei.

Bei der Konferenz Industrieller Kooperation und Energieprojekte vom vergangenen Dienstag sagte Yıldız, die türkischen Ankäufe von Rohöl aus dem Irak übersteige alle Importe des Irans, sodass es keine Notwendigkeit gäbe, den Handel auf ein höheres Niveau zu heben.

„In nächster Zeit werden wir natürlich die Gelegenheit bekommen, über Öl- und Gasmengen zu reden“, so zitiert die Hürriyet Yıldız. Allerdings sei die Türkei nicht dabei, in einen Handel mit dem Iran „blindlings zu rennen“, trotz dass internationale Sanktionen gegen Teheran gelockert wurden.

Eine mögliche Erklärung für die energische und ausdrückliche Zurückweisung von Energie-Abkommen mit dem Iran könnte der wachsende Druck der Vereinigten Staaten sein: Bereits der „Gold-für-Gas-Deal“ führte zu diplomatischen Verstimmungen zwischen den Staaten und der Türkei und zur Verhaftung des Iranischen Öl-Tycoons Babak Zanjani durch den Iran.

Möglich ist aber auch, dass die türkische Nachfrage nach Öl durch die Öl-Pipeline zwischen der Autonomie-Behörde Kurdistan und der Türkei auf absehbare Zeit gedeckt sein wird.

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