Zentralrat der Juden warnt vor neuem Antisemitismus

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland warnte am Holocaust-Gedenktag vor einem neuen Antisemitismus in Deutschland. In der Öffentlichkeit werde es immer schwerer, sich als Jude kenntlich zu machen.

Am vergangenen Dienstag, dem Holocaust-Gedenktag, äußerte sich Graumann besorgt über den neuen Antisemitismus in Deutschland. Juden fühlten sich veranlasst, bestimmte Orte zu Meiden und sich nicht als Jude kenntlich zu machen.

„Sorgen macht mir vor allem, dass heutzutage das Wort „Jude“ auf deutschen Schulhöfen als Schimpfwort benutzt wird und es offenbar keinen groß zu kümmern scheint“ so zitiert RP-Online den Zentralrats-Präsidenten.

Graumann sagt, dass es in Deutschland Gefahren-Zonen für Juden gibt. Bei einigen Deutschen Städten werde jüdischen Menschen geraten, „lieber nicht hinzugehen“ oder sich nicht „als Juden erkennbar“ zu zeigen, sprich mit Kippa (jüdische Gebetskappe) oder Davidsternkette.

Er fordert die deutsche Gesellschaft dazu auf, dass „niemand in Deutschland eine solche Situation akzeptieren“ solle. Außerdem ist er sicher, dass die jüdische Gemeinschaft sich „niemals einschüchtern lassen“ werde.

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