Mordfall Kiesewetter: Polizei fahndete nach „Negern“ und „Zigeunern“

Der NSU-Prozess ist längst zu einem undurchsichtigen Fall geworden. Unter Verdacht stehen V-Männer, die bei den Morden indirekt mitgewirkt haben sollen. Doch nun sollen sich beim LKA Baden-Württemberg und bei der Polizei Heilbronn auch Beamte befinden, denen Rassismus vorgeworfen wird.

Bei der Aufklärung des NSU-Mords an der Polizistin Michele Kiesewetter kommen neue Details ans Licht. Im Fokus steht das LKA Baden-Württemberg und die Polizei Heilbronn.

Die sollen auf der Suche nach den Mördern insbesondere Sinti, Roma, Osteuropäer, Russen und Afrikaner ins Visier genommen haben. Der Jargon der Sicherheitsbeamten soll rassistisch gewesen sein. So sollen immer wieder Umschreibungen, wie „Neger“ oder „Zigeuner“ gefallen sein, berichtet die SZ.

Nach einem Lügendetektor-Test mit einem Roma, vermerkte das LKA, dass der Getestete ein „typischer Vertreter seiner Ethnie“ sei. Somit stelle die „Lüge einen wesentlichen Bestandteil seiner Sozialisation“ dar.

Das Land Baden-Württemberg hat bisher als einziges betroffenes Bundesland die Einrichtung eines NSU-Untersuchungsausschusses auf Landesebene abgeblockt. Offenbar besteht ein Interesse daran, dass nicht alles ans Tageslicht kommt.

Warum der NSU-Mord an Michele Kiesewetter große Rätsel aufwirft – hier.

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