Verhaftung in Miami: Justin Bieber fuhr gar kein Straßenrennen

Der kanadische Popstar Justin Bieber fuhr offenbar doch kein Straßenrennen vor seiner Verhaftung in Miami. Entsprechende GPS-Datensätze des gemieteten Lamborghinis wurden jetzt einem bekannten US-Promiportal zugespielt. Überhöhte Geschwindigkeiten sind darin nicht aufgezeichnet.

Ein auf den ersten Blick unscheinbares Dokument könnte den schwer angeknacksten Ruf von Popstar Justin Bieber nun zumindest teilweise rehabilitieren. Offenbar finden sich nämlich gar keine Beweise dafür, dass sich der 19-Jährige vor gut zehn Tagen mit seinem Kumpel CrazyKhalil in den frühen Morgenstunden auf dem Pine Tree Drive ein Straßenrennen geliefert haben soll.

Die Polizei von Miami hatte behauptet, ihn wegen Trunkenheit am Steuer und Rasens verhaftet zu haben (mehr hier). Angeblich soll der Sänger zwischen 55 und 60 Meilen pro Stunde gefahren sein. Ein GPS-Datensatz aus dem Fahrzeug, der auch deutliche Beschleunigungsmanöver aufzeichnet, offenbar nun jedoch etwas anderes. Das berichtet das Promiportal tmz.com.

Demnach soll Bieber um 4:07 Uhr morgens den Club verlassen und davon gefahren sein. Hier bei soll er eine maximale Geschwindigkeit von 44 Meilen gefahren sein. Zwei Minuten später registrierte das System eine Höchstgeschwindigkeit von gerade einmal 27 Meilen pro Stunde. Die Polizei erklärte jedoch, dass sie das Rennen auf Blockhöhe 2600 bemerkt hätten und ihn bei 4100 gestoppt und verhaftet hätten. Auf Höhe 3700, also fast genau zur Hälfte des vermeintlichen Rennens, hatte er jedoch lediglich 27 Meilen und damit weniger als die erlaubten 30 auf dem Tacho.

„Wäre Justin wirklich ein Straßenrennen gefahren, hätte das GPS eine höhere Geschwindigkeit aufgezeichnet. Doch auf dem Pine Tree fuhr er lediglich 27 MPH“, so das Blatt. Doch die Absonderlichkeiten gingen noch weiter. Demnach hätten die Beamten angegeben, das zwei Escalades auf dem Pine Tree den Verkehr gestoppt hätten, damit Bieber und sein Kumpel in Ruhe ein Rennen hätten fahren können. Auch aus einem dieser Fahrzeuge wurden tmz.com die Datensätze zugespielt. Daraus werde ersichtlich, dass der Wagen um 2.35 Uhr hielt. Also zu jener Zeit, als Bieber und sein Vater, der in einem dieser SUVs fuhr, für gut 1,2 Stunden in einem Nachtclub verschwanden. Los fuhr das Fahrzeug erst wieder um 4.06 Uhr und hielt auch nicht mehr an. Die Behauptung, der Wagen habe als Straßenblockade für ein Rennen gedient, ist damit also hinfällig.

Sollten die Polizeibeamten Bieber also unter einem falschen Vorwand gestoppt haben, dürfte es für die Staatsanwaltschaft in der Tat haarig werden.

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